L. Martin

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L. Martin war ein Missionar, der an der afrikanischen Goldküste (Benoué) tätig war.

Am 28. Oktober 1893 schrieb er an Karl May und fragte, wo er " in leichtester und meine schwindsüchtige Kassa berücksichtigender Weise, alle Ihre Werke erhalten könne"[1].

May antwortete am 2. November. Er bedauerte, dass er ihm seine Werke nicht gratis senden könne, da er "225 Bände an arme Leser verschenkt" habe.[2]

Vom 14. November 1893 schickte May ihm einen weiteren Brief:

Ja, ich bin auch Missionar, wenn auch mehr der That als des Wortes. Ich bereiste 24 Jahre lang Amerika, Asien und Afrika, nicht auf breiten Wegen, sondern da, wo noch Niemand war, und bemühte mich hülfreich zu sein und den Eindruck zu hinterlassen: "Das war ein guter Mensch, denn er war ein Christ." [...] Ich bin mit Narben bedeckt wie ein Soldat der alten Garde Napoleon I.[3]

Anmerkungen

  1. Karl-May-Chronik I, S. 465
  2. Karl-May-Chronik I, S. 466
  3. Karl-May-Chronik I, S. 466 f.

Literatur

  • Karl-May-Autographika Heft 5, Seite 40