Kurt Dietze

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Dr. Kurt Dietze war Buchhalter und Schriftsteller in Leipzig.

Kurt Dietze und Karl May

Am 23. September 1906 wandte sich Kurt Dietze erstmals brieflich an Karl May.[1] Vermutlich daraufhin erkundigte sich dessen Gattin Klara May bei Marie Hannes, die in Leipzig studierte, nach Dietze. "Mariechen" antwortete auf diese Anfrage am 26. September:

Kurt Dietze, L[eipzig] Gohlis, Lindenthalstr. 24III ist Buchhalter. Weiter sagt das Adreßbuch nichts.[2]

Zum 28. März 1907 vermerkte Klara May in ihrem Tagebuch:

Am selben Tage Dr. Dietz aus München bei uns zu Tische. Will mirs merken.[3]

Wahrscheinlich ist damit Kurt Dietze gemeint.

Auf den 2. April 1907 datiert ein Brief des mit Karl May bekannten Chefredakteurs der Zeitschrift Natur und Kultur, Franz Joseph Völler, an den Redakteur August Abels. Darin berichtete er, dass May in Radebeul von dem Schriftsteller Kurt Dietze belästigt würde. Dieser hätte auch Völler für dessen Natur und Kunst vergeblich zwei Aufsätze über Karl May (eine persönliche Plauderei und May als Erzieher) angeboten. Franz Joseph Völler hielt Dietze für einen Intriganten und literarischen Ausbeuter.[4]

Über weitere Kontakte Kurt Dietzes zu Mays oder zu Völler ist nichts bekannt.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 85.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 87.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 179.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 180 f.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.