Koran

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Fatiha (erste Sure) aus einer Koranhandschrift von Hattat Aziz Efendi, 1934

Der Koran oder Qur'an (arab. ‏القرآن‎ al-qurʾān "die Lesung, Rezitierung, Vortrag") ist die Heilige Schrift des Islam, die gemäß dem Glauben der Muslime die wörtliche Offenbarung Gottes (arab. Allah) an den Propheten Mohammed enthält. Er gilt als ältestes arabisches Prosawerk und entstand in einem Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahrzehnten.

Dem islamischen Glauben zufolge ist der Koran eine Kopie der bei Allah existierenden Urschrift (Umm al-Kitab) und wurde dem Propheten Mohammed in der "Nacht der Bestimmung" (‏ليلة القدر ‎, Lailatu ’l-Qadr) im Jahre 610 n. Chr. von Gott in sein Herz geschrieben. In der Folge wurde der Koran dann durch den Erzengel Gabriel auf seine Zunge gebracht (offenbart). Der göttliche Ursprung des Korans zeigt sich für Muslime unter anderem in seiner unnachahmlichen Sprache, was der Grund dafür ist, dass man im Arabischen zwischen drei Textgattungen unterscheidet: Lyrik, Prosa und Koran.

Der Koran besteht aus 114 mit Namen versehenen Suren, von denen 113 mit der Basmala (bi-smi llāhi r-rahmâni r-rahīm / ‏بسم الله الرحمن الرحيم‎ /"Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen") anfangen.

bei Karl May[Bearbeiten]

Karl May zitiert – hauptsächlich in seinem Orientzyklus – des öfteren aus dem Koran und seinen Deutungen durch berühmte Gelehrte, wobei er sich selbst stets besser informiert zeigt, als seine muslimischen Kontrahenten. Gleich im ersten Band der Abenteuererzählung Giölgeda padiśhanün (heute "Durch die Wüste") verblüfft Kara Ben Nemsi seinen Diener Hadschi Halef Omar:

"Wahrhaftig! Sihdi, Du kennst den Kuran und alle heiligen Bücher und willst Dich nicht zur wahren Lehre bekehren! Aber trage nur keine Sorge; ich werde einen gläubigen Moslem aus Dir machen!"[1]

Besonders mit der Surat el kafirun, die von Betrunkenen kaum nachgesprochen werden kann und deshalb als Test verwendet wird, zeigt er seine Kenntnis des Korans.[2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Karl May: Durch die Wüste. In: Deutscher Hausschatz, Verlag Friedrich Pustet, 7. Jg., Nrn. 16–52, Regensburg 1881, S. 8A.
  2. Eintrag al-Kāfirūn bei Wikipedia.

Weblinks[Bearbeiten]