Klara Selbmann

Aus Karl-May-Wiki
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Clara Johanna Selbmann (* 13. August 1882; † 23. April 1969) war die zweitjüngste Tochter von Karoline Selbmann und somit eine Nichte Karl Mays.

Karl May, der Kinder mochte, aber selbst keine hatte, nahm im November 1891 seine neunjährige Nichte Clara Johanna Selbmann in seinen Haushalt auf. Sie wurde von ihm "Lottel", "Lottchen" oder "Lotte" gerufen.

Er gab sich vermutlich alle Mühe, ein guter "Vater" zu sein, und Lottels spätere Erinnerungen sind, was ihn betrifft, positiv.[1] Die meisten von ihr geschriebenen Briefe wurden aber vermutlich diktiert. Sie besuchte während ihres Aufenthalts die Lehranstalt von Arno Krieger, mit dem May bereits lange befreundet war.

Seine Gemahlin Emma hatte mit der Situation allgemein und mit Clara im besonderen Probleme und nach einem brieflichen Hilferuf des Kindes kam dessen Mutter, Karoline Selbmann, und nahm es im Juli 1892 wieder mit nach Ernstthal. Karl May war darüber bitter enttäuscht.

Sie heiratet 1905 den Friseur Hubert Johann Cupak (* 1881; † 1935) und bekommt die Töchter Klara Charlotte (* 1905) und Margarete Hanni (* 1915).

Sonstiges

Rudolf Lebius berichtete in seiner Schrift Die Zeugen Karl May und Klara May über angeblichen Missbrauch. Daraufhin wurde gegen May wegen Unzucht mit seiner Nichte ermittelt, aber

Die Betreffenden wurden vernommen. Meine Schwester und das damalige Kind, welches nun schon Mutter ist, haben den mir gemachten Vorwurf natürlich in höchster Entrüstung zurückgewiesen und die damaligen Grausamkeiten der Pollmer an das Licht gestellt.[2]

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 409.
  2. May: An die 4. Strafkammer, S. 137.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.