Klara May als Photographin (Ausstellung)

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Klara May als Photographin war der Titel einer Ausstellung, die erstmals 2009 im Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal und 2014 (stark erweitert) im Karl-May-Museum in Radebeul gezeigt wurde.

Hohenstein-Ernsthal 2009

Plakat zur Ausstellung 2009
Museumsleiter André Neubert bei der Vorbereitung der Ausstellung

Pressetext zur Hohenstein-Ernstthaler Ausstellung:

Als im Herbst 2007 zahlreiche Fotografien aus dem Nachlass Max Weltes (1877-1934) auf einer Auktion angeboten wurden, befand sich unter ihnen auch ein Konvolut von mehr als siebzig Fotografien, die während Mays Orientreise (1899/1900) entstanden.
"Wir haben unsern Blick erweitert ..." bekannte Mays zweite Ehefrau Klara (damals noch Klara Plöhn) nach der Rückkehr von der Orientreise, auf welcher sie und ihr Mann Richard Plöhn teilweise gemeinsam mit Mays damaliger Frau Emma den Hohenstein-Ernstthaler Fabulierer begleitete. Im Gepäck die erwähnten Fotografien, die sie während der Reise angefertigt hatte.
Der Berliner Dr. Johannes Zeilinger erwarb den Schatz und sicherte diesen damit für die May-Forschung. Alle Fotos sind Albuminabzüge, die, auf Karton aufgezogen, entweder von Klara May selbst oder Max Welte beschriftet wurden.
Karl May als Old Shatterhand, Karl May als Kara Ben Nemsi – wer kennt die Kostümfotos des meistgelesenen deutschen Literaten nicht. Für den Sachsen war die Fotografie als Mittel zur Ruhmbildung kein unbekanntes. In seinem Werk taucht das Thema Fotografie des Öfteren in Nebenhandlungen, im Roman "Winnetou IV" sogar als Teil der Haupthandlung auf.
Die Berufsfotografie hatte sich um die Jahrhundertwende etabliert. Weniger die Amateurfotografie. Umso aufschlussreicher die Sonderausstellung "Klara May als Amateurphotographin" im Hohenstein-Ernstthaler Karl-May-Museum. Erstmals werden nunmehr die von Zeilinger gesicherten Fotografien der Öffentlichkeit präsentiert.
Klara Plöhn fotografierte was sie sah: Landschaften, Straßenszenen, Gebäude und Personen bunt gemischt. Mit dieser Fülle der Abbildungen gelang es ihr, ein optisches Tagebuch von Mays Orientreise zu schaffen. Sie bewies ein waches, neugieriges Auge für die fremde Welt, die sie bereiste, "einen sehr guten offenen Blick für Alles ...", wie Karl May anerkennend über seine junge Reisegefährtin urteilte. Insbesondere das Nebensächliche und Beiläufige ergänzt und erweitert das Wissen von dieser einschneidenden Reise Karl Mays.
Für May-Leser ist diese Ausstellung Pflicht, für Freunde schöner Aufnahmen ist es einfach nur faszinierend, den Orient mit Klara Plöhns Augen nachzuvollziehen.

Radebeul 2014

Plakat zur Ausstellung 2014

Ankündigung zur Radebeuler Ausstellung:

Im Jahr 2014 gedenken wir besonders Klara May, ihrem 150. Geburtstag und 70. Todestag. Ihr gewidmet ist unsere diesjährige Sonderausstellung. Neben den bereits in anderen Ausstellungen gezeigten Fotografien aus dem Orient werden auch die der gemeinsamen Amerikareise Karl und Klaras von 1908 sowie Bilder und Filme ihres 1930er Amerikaaufenthalts dem Besucher präsentiert.

Für die Radebeuler Ausstellung Klara May als Fotografin wurden Teile der Hohenstein-Ernsthaler Tafeln übernommen. Sie wurden unverändert übernommen, überarbeitet oder ergänzt. Neu waren Tafeln zu Klara Mays Amerikareise 1930. Als Exponate wurden zeitgenössische Photoapparate und sonstiges Photozubehör gezeigt. Zur Ausstellung entstand ein kurzer Film, der Fotos und auch Filmausschnitte der Reisen kommentiert zeigte.

Literatur

Weblinks