Karl May (Comics) Lehning

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Die Comicreihe Karl May erschien von 1963 bis 1965 im Walter Lehning Verlag. Es war die erste deutsche Comicreihe nach Motiven von Karl May. Die ersten acht Hefte der Reihe trugen den Titel Winnetou nach Karl May, mit Heft 9 wurde die Reihe in Karl May umbenannt.

Einen Überblick über die in den einzelnen Ausgaben enthaltenen Comics und einen Vergleich zu den Nachdrucken bietet die Konkordanz der Comicserien der Verlage Lehning, Splitter und Hethke.

Inhalt der Reihe

Die Reihe beinhaltet Comics von Helmut Nickel, Harry Ehrt und einem unbekannten Zeichner.

Außerdem enthielt die Reihe mit Jim, der Cowboy[1] und Kit Carson[2] auch Comics ohne May-Bezug.


Rezeption

Die in der Reihe enthaltenen Comics von Helmut Nickel genießen in Fankreisen höchste Anerkennung:

"Die von Nickel erstellten Adaptionen bilden die qualitativ wohl beste Umsetzung der Karl-May-Romane. Nie wieder konnte man in späteren Comic-Versionen eine so einfühlsame und detailgetreue Darstellung erleben."[3]
"Die Charaktere sind Karl Mays Schilderungen so genau wie möglich nachvollzogen: Niemals wurde Winnetou mit soviel Würde im Ausdruck gezeichnet. Auch die Anmut seiner Schwester Nscho-tschi scheint unübertroffen. Selbst skurile Gestalten wie Sam Hawkens sind so dargestellt, daß Mays Beschreibungen förmlich zum Leben erwachen."[4]

Anmerkungen

  1. Jim, der Cowboy erschien in den Heften 1-8 und 10.
  2. Kit Carson erschien in den Heften 40-52.
  3. Winkler 2005, S. 123.
  4. Förster 1990, S. 30.

Literatur

  • Gerhard Förster: Helmut Nickels Comic-Adaption von Winnetou. In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 83/1990, S. 27-31.
  • Thomas Winkler: Endlich ein echter Karl May-Comic! In: Die Sprechblase 185. Schönau: Norbert Hethke Verlag 2002, S. 4-9.
  • Thomas Winkler: Im Dickicht der Comics. In: Jürgen Wehnert/Michael Petzel (Hrsg.): Karl-May-Welten I. Bamberg: Karl-May-Verlag 2005, S. 122-154.
  • Detlef Lorenz: Farbenfrohe Innovationen. Die Karl-May-Comics des Dr. Helmut Nickel. In: KARL MAY & Co. Nr. 105/August 2006, S. 40-47.

Weblinks