Karl Bodmer

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Johann Carl Bodmer von Meilen (* 11. Februar 1809 in Zürich; † 30. Oktober 1893 in Paris), Ritter der Ehrenlegion, war Grafiker, Radierer, Lithograf, Zinkstecher, Zeichner, Maler, Illustrator und Jäger. Als gebürtiger Schweizer nahm er 1843 die französische Staatsbürgerschaft an und nannte sich auch Jean-Charles Bodmer.

Mató-Tópe, Häuptling der Mandan. Tableau aus Reise in das innere Nord-Amerika ...

Werk

Er ist in Deutschland bekannt geworden durch seine Aquarelle, Zeichnungen und Aquatinten der Städte und Landschaften des Rheins, der Mosel und der Ems. In Frankreich schätzt man seine Ölbilder mit Wald- und Tiermotiven und seine Kupferstiche, Zeichnungen und Buchillustrationen, die er als Mitglied der Schule von Barbizon anfertigte.

Eine große Bedeutung für die Ethnologie haben seine von 1832 bis 1834 in Nordamerika gezeichneten und aquarellierten Indianer- und Landschaftsbilder, die sein Reisebegleiter Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied ab 1839 in dem Werk Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834 als kolorierte Aquatinten veröffentlichte. Sie zeigen den Wilden Westen, wie er wirklich war.

Heute gehören Bodmers Bilder und die Reisebeschreibung von Maximilian zu Wied-Neuwied zu den wichtigsten Dokumenten über die untergegangenen Indianerkulturen in den Plains am Missouri River.

Die Druckplatten sowie 386 Zeichnungen und Aquarelle befinden sich zusammen mit dem schriftlichen Nachlass des Prinzen Maximilian zu Wied-Neuwied in dem amerikanischen Joslyn Art Museum in Omaha (Nebraska). Eine weitere wichtige Sammlung wird in der Newberry Library Bodmer Collection in Chicago aufbewahrt.

Karl Bodmer und Karl May

Bodmers Bilder in der Reise in das innere Nord-America gaben Karl May Inspiration und dokumentarisches Material für seine nordamerikanischen Erzählungen. Wie Karl Bodmer und Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied 1834 besuchte auch May 1908 von den Niagara-Fällen aus die Tuscarora-Indianer.

Weblinks