Julius Otto

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Ernst Julius Otto (* 1. September 1804 in Königstein/Sachsen; † 5. März 1877 in Dresden) war Komponist und Kantor. 1830 wurde er Kantor an der Dresdener Kreuzschule. Otto komponierte etliche Männerchorstücke, Kantanten und zwei Opern.

Erwähnungen in Karl Mays Werk

Noch einmal las er diese Worte leise durch, dann aber fuhr er in die Höhe, daß der Stuhl umfiel, machte einen Freudensprung und rief:
"Gerettet! Hurrah! Alle gerettet! Hosiannah! Durch Curt! Kyrieleison! Glücklich gerettet! Gaudeamus igitur! Brieflich mehr! In dulci jubilo! [1] Euer Sternau! Vivat Pestilenz, Pereat Excellenz! Hast Du's gehört, Ludewig?" (Waldröschen)[2]

"Ist die Familie wohlhabend?"
"Die Leute thun arm. Aber das kennt man ja."
"Gewiß! Sie thun arm, um den Verdacht von sich abzulenken; aber man lebt in dulci jubilo und zieht sich später, wenn man genug Ersparnisse gemacht hat, gemüthlich vom Geschäft zurück. Aber ist es auch gewiß, daß es die Handschrift dieses Hausers ist?"
"Ganz gewiß. Ich habe sogar noch andere Beweise." (Der verlorne Sohn)[3]

"[...] Wir sind Deutsche und brauchen keene Diamanten, denn een jeder von uns hat eenen Edelschteen in seiner Brust, nämlich das treue, deutsche Herz, von welchem der Dichter sagt:
"Kein Demant ist, der diesem gleicht,
So weit der liebe Himmel reicht."
Und wer von Ihnen mir da widerschprechen will, der mag es doch mal versuchen [...]" (Der Geist des Llano estakado)[4]

"Und sind Sie zufrieden mit diesem Wechsel?"
"Ja. Lieber freilich wäre es mir, wenn ich meine hunderttausend Thaler erwischt hätte und in dulci jubilo leben könnte, so wie Timpes Erben."
"Hm! Das kann vielleicht noch werden." (Der schwarze Mustang)[5]

"Ihr seid also abergläubisch, Sir? Das ist eine große Albernheit. Die Toten kommen nicht wieder, und grad diese Zwei werden sich hüten, die ewigen Jagdgründe zu verlassen, wo sie bei Hirsch- und Büffelbraten in dulci jubilo leben. Und wenn sie Euch ja erscheinen sollten, was freilich nicht ganz ausgeschlossen ist, so braucht Ihr nur uns zu Hilfe zu rufen; wir jagen sie fort." (Winnetou III)[6]

Anmerkungen

  1. Laut Hedwig Pauler (Deutscher Herzen Liederkranz. Materialien zur Karl-May-Forschung Band 18. Ebermannstadt 1996, S. 125f., Nr. 293) zitiert May hier und an den anderen genannten Stellen nicht das bekannte Weihnachtslied, sondern das von J. Otto verfasste Studentenlied mit der gleichen Melodie: In dulci jubilo, nun singet und seid froh! / Unsers Herzens Wonne latet in poculo, / gezapfet aus der Tonne pro hoc convivio. / Nunc, nunc bibito!
  2. Karl May: Waldröschen. In: Karl Mays Werke, S. 15268 (vgl. KMW-II.8, S. 3667).
  3. Karl May: Der verlorne Sohn. In: Karl Mays Werke, S. 20897 (vgl. KMW-II.15, S. 978).
  4. Karl May: Der Geist der Llano estakata. In: Karl Mays Werke, S. 35878 (vgl. KMW-III.1-191:23, S. 355).
  5. Karl May: Der schwarze Mustang. In: Karl Mays Werke, S. 40779 (vgl. KMW-III.7-284:2, S. 17).
  6. Karl May: Winnetou III. In: Karl Mays Werke, S. 52561 (vgl. KMW-IV.14, S. 443).

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag im Meyer.