Joseph Victor von Scheffel

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Joseph Victor von Scheffel, geadelt 1876 (* 16. Februar 1826 in Karlsruhe; † 9. April 1886 in Karlsruhe), war ein im 19. Jahrhundert viel gelesener deutscher Schriftsteller und Dichter, Autor von Erzählungen und Versepen sowie mehrerer bekannter Liedertexte. Noch heute bekannt ist sein Frankenlied.

Joseph Victor von Scheffel und Karl May

Erwähnungen in Karl Mays Werk

Der Trompeter von Säckingen (1853)

Das vollständige Gedicht bei Projekt Gutenberg.

"[...] so ein küßlicher Mund, wie der Ihrige ist, ist mir doch noch nicht vorgekommen. Daher bat ich Sie um einen Kuß. Aber, was nicht ist, das ist nicht. Behüt Dich Gott, es wär' so schön gewesen;[1] behüt Dich Gott, es hat nicht sollen sein!" (Karl May: Die Liebe des Ulanen)[2]

"Sie haben eine eigene Art, sich einzuführen!"
"Einführen? Pah! Ausführen möchte ich, und zwar Sie! Aber ich habe da in Deutschland ein Lied singen gehört, dessen letzte Zeilen oder vielmehr dessen Refrain lautet:
'Behüt' Dich Gott, es wär so schön gewesen,
Behüt' Dich Gott, es hat nicht sollen sein!'
Und so muß ich jetzt bei Ihnen denken! [...]" (Karl May: Deutsche Herzen - Deutsche Helden)[3]

"[...] Als guter Deutscher mußt du wissen, daß das kurz nach der Schlacht im Teutoburger Walde geschah, wo Dschingis Khan dem General Moreau alle beede Beene wegschießen ließ. Das eene flog nach Blasewitz, wo es die berühmte Gustel von Blasewitz in der Nähe von Wallensteens Lager fand, und das andre nach Loschwitz ins Schillerhäuschen, wo Schiller grad damals seinen Trompeter von Sigmaringen[4] dichtete. Er und die Gustel haben nachher die Beene zusammengetragen und oberhalb Dresden bei Räcknitz unter vier Linden begraben. Ich bin selbst dort gewesen und habe das Denkmal, welches off seine Beene gesetzt worden is, mit meinen eegenen zwee Oogen gesehen. Is das nich Beweis genug? [...]" (Karl May: Der Ölprinz)[5]

Pumpus von Perusia (1846/47)

Das vollständige Gedicht bei zeno.org.

Ich befand mich in einem Zustande, welcher einem recht starken Katzenjammer glich, was ich sehr wohl zu beurteilen verstand, da ich während meiner Schülerzeit leider auch einige Male mich in jener hochelegischen Morgenstimmung befunden hatte, welche Viktor Scheffel, der Dichter des Gaudeamus, mit den Worten beschreibt:
"Ein mildes Kopfweh, erst der letzten Nacht entstammt,[6]
Durchsäuselte die Luft mit mattem Flügelschlag,
Und ein Gefühl von Armut lag auf Berg und Tal." (Karl May: Von Bagdad nach Stambul)[7]

Sonstiges

Im November 1902 besuchte May auf dem Weg nach Trient das Schloss Toblino am Lago di Toblino, das zu den Lieblingsorten Scheffels gehörte. May schreibt ein Gedicht an Scheffel ins Fremdenbuch (Du dauerst mich, du lieber Burschengeist, der diesen Ort noch heut als Schatten preist...).[8]

Anmerkungen

  1. Bei Scheffel lautet diese Stelle eigentlich: Behüt Dich Gott! es wär' zu schön gewesen.
  2. Karl May: Die Liebe des Ulanen. In: Karl Mays Werke, S. 18239 (vgl. KMW-II.12, S. 1800).
  3. Karl May: Deutsche Herzen, deutsche Helden. In: Karl Mays Werke, S. 25185 (vgl. KMW-II.20, S. 556).
  4. Gemeint ist Scheffels Gedicht "Der Trompeter von Säckingen".
  5. Karl May: Der Oelprinz. In: Karl Mays Werke, S. 40178 (vgl. KMW-III.6-247:20, S. 271 f.).
  6. Bei Scheffel lautet diese Zeile: Ein mildes Kopfweh, erst der jüngsten Nacht entstammt.
  7. Karl May: Von Bagdad nach Stambul. In: Karl Mays Werke, S. 43513 f. (vgl. KMW-IV.3, S. 275).
  8. Karl-May-Chonik III, S. 139.

Weblinks