Johannes März

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Johannes März

Ernst Johannes März (* 7. Juni 1878[1]; † 1936) war ein Freund von Max Welte und häufig mit diesem bei Karl May zu Gast.

Leben

Sein Vater, der Porzellanmaler Ernst Julius März, war 1890 verstorben. Seine Mutter Hedwig Alma März wurde – genau wie er selbst – von May finanziell unterstützt.

Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Dresden war März erst Hilfslehrer in Radebeul, wurde dann aber durch Karl May gefördert, der ihm den Besuch des Gymnasiums (Abschluss 1903) und der Universität Leipzig (Abschluss 1906) ermöglichte. 1905 promovierte März zum Doktor der Philosophie und wurde als Nationalökonom Redakteur der Zeitschrift Sächsische Industrie und war führend im "Verband Sächsischer Industrieller" (VSI) tätig. Seit dem 4. September 1906 war er bei dem Verband angestellt. Er war zunächst Sekretär (1909), wurde dann Stellvertreter Gustav Stresemanns und übernahm, als dieser spätestens 1919 nach Berlin wechselte, dessen Aufgaben weitgehend. 1910 wurde er zum Stadtverordneten-Ersatzmann gewählt. 1912 wurde er zum Geschäftsführer des VSI.

Johannes März und Karl May

Da er sich Ende 1907 nicht in der Lage sah, eine vollständige Aufstellung aller von May gezahlten Unterstützungen zu erstellen, die May dringend zu benötigen glaubte, schmollte dieser mit ihm.

Veröffentlichungen

  • Die Fayencefabrik zu Mosbach in Baden, 1906. [Dissertation]
  • Die Bedeutung des Unternehmerstandes für den industriellen Fortschritt in Sachsen. In: Volkswirtschaftliche und wirtschaftsgeschichtliche Abhandlungen, Leipzig, 1912.
  • Die Zukunft des deutschen Außenhandels, 1915.
  • Die Dresdner Industrie in den Jahren 1914-1918. In: Dresdner Kalender. Jahrbuch über das künstlerische, geistige und wirtschaftliche Leben in Dresden 1919. (eine Publikation, an der u.a. Paul Schumann beteiligt war.)
  • Industrie und Klassenstaat in Sachsen. In: Sächsische Industrie Nr. 16 vom 14. Januar 1922.
  • Wirtschaftliche Streiflichter 1924 bis 1927. In: Dresdner Kalender 1928.
  • Dresdens Industrie, 1924.
  • Die sächsische Industrie im Kriege. In: Sachsen in großer Zeit. Geschichte der Sachsen im Weltkrieg, Bd. 3, bearb. von Arthur Baumgarten-Crusius, Leipzig 1920,
  • Die Bedeutung und Entwicklung der sächsischen Industrie nach dem Krieg. In: Jahrbuch für Sachsen. Politik und Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft im Freistaat Sachsen, 1925.
  • Die Einstellung der sächsischen Industrie auf die neuen Formen der Weltwirtschaft. In: Jahrbuch Sachsen, Politik und Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft im Freistaat Sachsen, Leipzig 1928.

Anmerkungen

  1. Biografische Angaben aus seiner Dissertation.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.