Johann Schwarz

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Johann Christoph Schwarz war ein Kaufmann in Kötzschenbroda, Langestraße 1, zu dessen Kunden auch Karl May zählte.

Johann Schwarz und Karl May

Am 1. Juli 1891 konnte Karl May seine Miete für die Villa Agnes in Oberlößnitz nicht zahlen und lieh sich daher bei Johann Schwarz 325 Mark, die er fünf Tage darauf zurückzahlen wollte. Beim vereinbarten Termin kann er allerdings nur 300 Mark aufbringen. Zwei oder drei Tage später borgte er sich beim Kaufmann Schwarz zu den verbliebenen 25 noch weitere 100 Mark.[1]

Da May den Betrag nicht fristgemäß zurückzahlte, erhielt er am 9. September einen Zahlungsbefehl zugestellt, gegen den er Widerspruch einlegte.[2] Am 24. September erhob Johann Schwarz Zahlungsklage beim Amtsgericht Dresden auf die fälligen 125 Mark sowie 5% Zinsen vom 9. September an.[3] Diese Klageschrift wurde Karl May am 1. Oktober durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt.[4]

Zur Verhandlung kam es dann am 21. Oktober 1891, 9 Uhr morgens, vor dem Dresdner Amtsgericht. Der dabei abwesende Karl May war nach dem Versäumnisurteil nicht nur zur Zahlung der 125 Mark, sondern auch der Zinsen und der Gerichtskosten verpflichtet.[5]

Vermutlich zahlte May die Beträge; weitere diesbezügliche Akten oder Korrespondenzen sind nicht bekannt.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 398.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 401.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 401.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 401.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 404.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.