Jüngling mit Siegerbinde

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Sascha Schneider: Jüngling mit Siegerbinde

Jüngling mit Siegerbinde, auch "Idolino", Knabe mit Siegerbinde, Knabenfigur mit Siegerbinde, Knabenfigur mit hängenden Armen, Siegerknabe "Idolino" und Stehender Jüngling genannt, ist eine Plastik Sascha Schneiders.

Geschichte

Schneider schuf das Werk im Jahre 1911 in Kupfer und Hohlgalvano, dunkelgrün patiniert und zum Teil vergoldet. Die Statue hat eine Höhe von 175 cm. Sie entstand vermutlich in Schneiders Atelier im italienischen San Donato.

Fotografien belegen, dass der Jüngling in Sascha Schneiders Kraft-Kunst-Institutein frühes, mit künstlerischem Anspruch betriebenes Fitnessstudio[1] – in Dresden präsentiert wurde.

Es sind drei Abgüsse des Werks bekannt. 1924 befand sich einer davon im Museum Kopenhagen, einer im Albertinum Dresden und einer bei Sascha Schneiders Mäzen Johannes Mühlberg in Dresden-Oberloschwitz.[2] Diese Standorte bestätigt Hansotto Hatzig für 1967.[3] 1995/96 wird der Abguss im Albertinum als Bestandteil der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden genannt.[4]

Kritiken

Felix Zimmermann schreibt in seiner Monographie zu diesem Werk:

Die Knabenfigur in Bronze 1911 ist Sascha Schneiders "Idolino", ein Körper von fast weiblicher Anmut des Linienflusses, wundervoll gleichmäßig in allen Proportionen, ein entspannter Körper mit ungezwungen herabhängenden Armen, in schönheitsseliger Ruhestellung. Das lockere Haupthaar umschließt eine breite Stirnbinde; der Gesichtsausdruck ist ernst, fast feierlich, keusch verschlossen.Durch die feine Beugung des Spielbeines fließt eine leise, zarte Bewegung den Körper hindurch, jene klingende Wellenlinie der schönsten antiken Standfiguren. Es ist ein Meisterwerk an jugendlicher Schönheit, eine praxitelische Huldigung vor dem jungen männlichen Leibe.[5]

Anmerkungen

  1. Silke Opitz: "Etwas abseits von der allgemeinen Heerstraße". Zur Sascha-Schneider-Ausstellung im Van-de-Velde-Jahr 2013. In: Silke Opitz (Hrsg.): Sascha Schneider. Ideenmaler & Körperbildner. [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung] Verlag der Bauhaus-Universität Weimar 2013, S. 20–33, hier: S. 27. ISBN 978-3-86068-489-4
  2. Zimmermann: Sascha Schneider, S. 44.
  3. Hansotto Hatzig: Karl May und Sascha Schneider. Dokumente einer Freundschaft. Beiträge zur Karl-May-Forschung Band 2. Karl-May-Verlag Bamberg 1967, S. 214.
  4. Hans-Gerd Röder: Sascha Schneider – ein Maler für Karl May. Karl-May-Verlag Bamberg 1995, S. 40. ISBN 3-7802-0280-8 und Annelotte Range: Zwischen Max Klinger und Karl May. Studien zum Zeichnerischen und Malerischen Werk von Sascha Schneider (1870–1927). [Dissertation Regensburg 1996] Karl-May-Verlag Bamberg 1999, S. 222. ISBN 3-7802-3007-0
  5. Zimmermann: Sascha Schneider, S. 28.

Literatur

  • Felix Zimmermann: Sascha Schneider. Kunstgabe 5 der Schönheit. Verlag der Schönheit Dresden o. J. [1924].