Im Reiche des silbernen Löwen (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Im Reiche des silbernen Löwen
Produktionsland: Deutschland/Spanien
Erscheinungsjahr: 1965
Länge (PAL-DVD): 95 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Karl May, Franz Josef Gottlieb, José Antonio de la Loma
Produktion: CCC Filmkunst GmbH / Balcázar Producciones Cinematográficas S.A., Artur Brauner
Musik: Raimund Rosenberger
Kamera: Robert Ziller, Francisco Herrada Marín
Schnitt: Walter Wischniewsky
Besetzung

Im Reiche des silbernen Löwen ist ein Kinofilm sehr frei nach Motiven aus der gleichnamigen Reiseerzählung von Karl May (Karl-May-Film).

Der Film ist die Fortsetzung des Filmes Durchs wilde Kurdistan.

Handlung

Im ersten Teil Durchs wilde Kurdistan fällt der böse ehemalige Machredsch von Mossul nach einem Kampf mit Kara Ben Nemsi von einem Felsen und wird für tot gehalten. Er hat den Sturz aber überlebt und sinnt natürlich auf Rache. Er will sich nun auch den Schatz der Chaldäer unter den Nagel reißen, der von der sagenumwobenen Marah Durimeh in einer Höhle bewacht wird.

Als Verbündeten gewinnt der Machredsch den Banditen Abu Seïf (Vater des Säbels) und gemeinsam entführen sie die Tochter des Oberhauptes der Chaldäer, Ingdscha, die auch die Enkelin Marah Durimehs ist.

Kara Ben Nemsi und seine Freunde wollen den großen Salzsee durchqueren, doch der Machredsch erschießt ihren Führer. Karas Schäferhund Dojan kann sie nach langen Qualen aus dem See herausführen.

Vor dem Padischah gelingt es dem Machredsch auch noch, sich in bestem Licht darzustellen und Kara Ben Nemsi zu verleumden. Prompt wird der gerade erst gerette Kara von den Soldaten des Padischah gefangen genommen und muss in einem Gottesurteil um sein Leben kämpfen. Nachdem ihm dieses gelungen ist, wird er vom Padischah in seine alten Rechte wieder eingesetzt und der Machredsch ist auch wieder der Bösewicht.

Die Banditen sind mittlerweile bei den Chaldäern eingedrungen und erst Ahmed El Corda kann mit Hadschi Halef Omar und den Kriegern des Stammes der Haddedihn den Angriff abwehren. Abu Seïf wird von Ahmed im Zweikampf getötet. Der Machredsch belagert den Berg jedoch weiterhin und verlangt die Herausgabe aller Hunde und Katzen. Diese schickt er in der Nacht als lebende Fackeln zurück zu den Chaldäern, während seine Leute erneut angreifen. Marah Durimeh wird getötet und das Schicksal der Belagerten scheint besiegelt.

Doch Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar führen die Krieger der Haddedihn in den Rücken der Banditen und es gelingt ihnen, sie aufzureiben. Der Machredsch flieht, verfolgt von Kara Ben Nemsi. In einer Gondel, die über eine Schlucht führt, kommt es zum letzten Kampf der Beiden. Der Machredsch fällt schließlich in die Schlucht und ist endgültig tot. Die Chaldäer und ihr Schatz sind gerettet und Ahmed El Corda bekommt auch seine Ingdscha wieder.

Sonstiges

  • Die beiden Verfilmungen führten zu einem Rechtsstreit zwischen Lex Barker und dem Produzenten Artur Brauner. Ursprünglich war geplant, die Geschichte nur in einem Teil zu verfilmen, und Barker verlangte nun eine Nachzahlung seines Honorars in Höhe von 100.000 DM. Er gewann den Prozess.
  • Kurios ist das Uraufführungsdatum. Laut Vertrag musste der Film noch im Jahre 1965 aufgeführt werden und so kam es am 31. Dezember 1965 zu einer ziemlich unbemerkten Welturaufführung im kleinen "City" in Bremen. Die eigentliche große Premiere fand dann ab 18. Februar 1966 in den restlichen Kinos in Deutschland statt.
  • Kurios ist auch, dass dem Filmtitel-Text ein Bd. 3 folgt.

Medien

  • Video: Im Reiche des silbernen Löwen
  • Musik: Wilder Westen – Heißer Orient. Karl-May-Filmmusik 1936–1968. Bear Family Records BCD 16413 HL. 8 CDs mit 192 Seiten
  • Filmbuch: Im Reiche des silbernen Löwen. Cobra Records CR 003

Literatur

Weblinks