Hugo Wünschmann

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Ernst Hugo Wünschmann war Kammermusiker in Dresden. Er war verheiratet.

Hugo Wünschmann, die Plöhns und Karl May

Im Jahre 1899 kaufte Karl Mays Freund Richard Plöhn von Hugo Wünschmann das Zinshaus in der Radebeuler Adler-Gasse 1. Am 18. Januar 1900 teilte Klara Plöhn Wünschmann brieflich mit, dass es ihrem kranken Mann wieder besser gehe.[1]

Von der Orientreise sandte Klara Plöhn am 29. März 1900 aus Neapel einen letzten Gruß von Europas Boden am Hugo Wünschmann.[2] Aus Venedig sandte Klara eine weitere Postkarte (Motiv: Bologna) an das Ehepaar Wünschmann.[3]

Am 13. Februar 1902 vermerkte Klara Plöhn in ihrem Tagebuch:

Der größte Unglückstag meines Lebens brachte mir auch noch eine Klage Wünschmanns in's Haus. Als ob's am Todestage[4] nicht schon genug des trüben sei.[5]

Unter dem 11. April 1902 erwähnte Klara Plöhn im Tagebuch einen Opernbesuch (Manfred von Lord Byron/Robert Schumann) in Dresden:

Leider wurde mir dur[ch] Wünschmanns Anblick, den ich grade vor mir hatte, der Abend sehr gestört.[6]

1904 hatte Klara, die inzwischen mit Karl May verheiratet war, das von ihrem Richard Plöhn geerbte Zinshaus weiterverkauft. Hugo Wünschmann hatte sie – aus unbekannten Gründen – verklagt; es kam 1909 vermutlich zu einem Prozess, der wohl zu Gunsten Klara Mays entschieden wurde. Am 25. März 1909 schrieb nämlich der Rechtsanwalt Franz Netcke an Karl May von der Erledigung des Prozesses für Ihre Frau Gemahlin.[7] Am 26. März brachte Klara dem Anwalt die Liquidation für seine Vertretung in diesem Prozess.[8]

Weitere Kontakte zwischen Hugo Wünschmann, Karl und Klara May sind nicht bekannt.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik II, S. 329.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik II, S. 331.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik II, S. 393.
  4. Gemeint ist der Todestag ihres Mannes Richard Plöhn, der am 14. Februar 1901 verstorben war.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 19.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 47.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 509.
  8. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 510.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.