Heinrich Goldmann

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dr. Heinrich Goldmann (* 8. April 1841 in Liegnitz; † 9. Mai 1877 in Dresden) war ein Schriftsteller, der wenigstens zeitweise für Heinrich Gotthold Münchmeyer gearbeitet hat.

Todesnachricht im "Deutschen Familienblatt"

Über seinen Werdegang ist nichts bekannt, lediglich, dass er im letzten Quartal des Jahres 1876 zwei Erzählungen im Weltspiegel veröffentlichte und in Dresden wohnte. Dem offiziellen Registerauszug zufolge starb Goldmann am 9. Mai 1877 in Dresden und wurde dort am 12. Mai begraben. Über seine Todesursache ist bisher nichts bekannt. Sein Verleger H. G. Münchmeyer spricht in seiner Todesanzeige davon, dass "die kalte Hand des Todes plötzlich eisern sich niederlegte", dass Goldmanns Ableben also unerwartet erfolgt sein muss.

Goldmann setzte ab Heft 30 (Kapitel 14) Der beiden Quitzows letzte Fahrten fort (an dieser Stelle endet die in Heft 28 abgedruckte Fortsetzung, die letzte, die Karl May als Verfasser nennt). Ab Heft 29 heißt es begonnen von Karl May, fortgeführt von Dr. Goldmann.

Als Fortsetzer war er gezwungen, Mays Stil aufzugreifen. Es ist durchaus denkbar, dass Mays Kündigung mit der Bitte Münchmeyers oder dem Angebot Mays verknüpft war, für die Fertigstellung des soeben erst angelaufenen "Quitzow"-Romans zu sorgen. Vielleicht hat May Goldmann sogar schon vorher gekannt und ihn von sich aus vorgeschlagen. Dies würde auch für die kooperative Übertragung der Aufgabe und für eine spätere fallweise Konsultation Mays sprechen.

Gudrun Keindorf schrieb einmal: Goldmann beschränkt sich darum im wesentlichen darauf, die handelnden Personen durch "Happy-End" bzw. Tod in den literarischen Ruhestand zu schicken.

Werke

  • Ein fürstlicher Ehestifter. Zeitbild von Dr. Goldmann (1876)
  • Ein Kampf mit Wölfen. Reiseerinnerung von Dr. Goldmann (1876/77)
  • Fortsetzung von Das Testament des großen Kurfürsten
  • Fortsetzung von Der beiden Quitzows letzte Fahrten

Literatur