Halbblut (Bad Segeberg 1999)

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1999 wurde in Bad Segeberg Halbblut gespielt.

Inhalt

Der Gangster Brinkley, der Apanatschkas Halbbruder Il Kisso ermordet hat, hintergeht die Eisenbahner. Er ist auch hinter einer Goldmine her, die Apanatschka zu seinem Geburtstag bekommt. Die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand beschließen, Brinkley das Handwerk zu legen und Apanatschka zu helfen.

Die Ereignisse überstürzen sich, als es zum Kampf zwischen den Banditen und Winnetou, Old Shatterhand sowie den Komantschen kommt, in dessen Wirren es Brinkley gelingt, Hiladi zu entführen. (Hiladi wird von sowohl von Apanatschka als auch von Kita Homascha umworben.) Um Brinkley in eine Falle zu locken, lässt Apanatschka sich gefangennehmen, während Winnetou und Old Shatterhand mit Hilfe der Komantschen und der Eisenbahner sowie der kauzigen Westmänner Hobble-Frank und Tante Droll alles vorbereiten.

Alles geht gut aus: Hiladi kann befreit werden, die Goldmine explodiert und Brinkley stirbt von Apanatschkas Hand.

Textvorlage

In Rudimenten erinnert das Stück tatsächlich an Mays Text Der schwarze Mustang, der im Karl-May-Verlag den Titel Halbblut erhielt; allerdings ist das Personal aus verschiedenen Texten zusammengesucht. Der Name des Halbbluts sah nicht nur dem der Film-Variante Apanatschi von Fred Denger ähnlich, die Rolle ähnelte ihrer auch: ein weißer Vater (Hum) vererbte ihm eine Goldader im Felsmassiv (hier von seiner verstorbenen Mutter weitervererbt). Apanatschka fand jedoch am Gold keinen Gefallen und assoziierte Gier und Unheil damit. Banditen ermordeten kurz danach seinen Vater eben wegen des Vorkommens.

Hobble Frank wollte Bilder malen und war mit einer Ziege unterwegs.

Sonstiges

Am 28. Juni wurde durch Brandstiftung der Kunstfelsen vollständig zerstört. Der Spielbetrieb wurde allerdings nicht unterbrochen.

In dieser Inszenierung kam es zum längsten Zweikampf in der Geschichte der Karl-May-Spiele Bad Segeberg: achteinhalb Minuten zwischen Apanatschka und Kita Homascha mit fünf verschiedenen Waffen. Ein Pferdesturz verletzte Wieczorek jedoch so schwer, dass er bewusstlos vom Platz getragen werden musste. Er spielte den Kita-Homasha noch 14 Vorstellungen, bis er Ende Juli zusammen brach und ein Blutgerinnsel im Gehirn festgestellt wurde.

Joshy Peters ersetzte ihn und verkörperte damit erstmals einen Indianer.

Eine (gekürzte) Aufzeichnung der Vorstellung vom 1. Juli wurde am 18. Juli im NDR gesendet.

Literatur

  • Kristin C. Schmeding: "Halbblut" nicht mal halbgut - Enttäuschende Premiere in Bad Segeberg. In: Karl May & Co. Nr. 77/1999.
  • Torsten Greis: Zweifelhafte Presse-Berichte über Bad Segeberg. In: Karl May & Co. Nr. 77/1999.
  • Torsten Greis: Ein Kulissenbrand und andere Zwischenfälle. In: Karl May & Co. Nr. 77/1999.
  • Sonja Lehmann/Kristin C. Schmeding: ... das machst Du nicht nochmal, Pierre! Abschlussvorstellung in Bad Segeberg. In: Karl May & Co. Nr. 78/1999.
  • Reiner Boller: Frontier Hellcat. Eine Frau im Wilden Westen. In: Karl May & Co. Nr. 126/2011. [Interview mit Elke Sommer u. a. zu der Inszenierung 1999]

Informationen über die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg finden Sie im Buch Karl May am Kalkberg (KMV, 1999) sowie in den Ergänzungsbroschüren (2001 und 2004) von Reinhard Marheinecke und Nicolas Finke.

Weblinks

Die Saison in Bad Segeberg
Vergangenes Jahr:

Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado

Halbblut Folgendes Jahr:

Der Ölprinz