Greno Verlag

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Der Greno Verlag wurde im Herbst 1984 in Nördlingen von Franz Greno (* 4. September 1948 in München) gegründet.

Franz Greno machte eine Lehre zum Schriftsetzer in Stuttgart und in West-Berlin, dann wurde er Mitarbeiter des S. Fischer Verlages in Frankfurt am Main. Im Frankfurter Verlag Zweitausendeins betreute er rund zehn Jahre lang dessen Buch-Editionen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten in dieser Zeit gehört die Ausstattung der Reihe Haidnische Alterthümer. Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. von Arno Schmidt.

Für die Gründung seines eigenen Verlages erwarb Greno die Druckerei Wagner in Nördlingen.[1] Dort schuf er - entgegen dem Trend der 1980er Jahre zum elektronischen Satz (Computersatz) - eine Manufakturproduktion für eine höchstmöglichen Qualität in der Buchgestaltung. Nach und nach kaufte er von aufgelassenen Druckereibetrieben eine umfangreiche Sammlung alter und seltener Drucklettern auf.

Einer seiner Mitarbeiter war Hans Wollschläger für Werke über Karl May.

Am 1. Juli 1987 wurde die Firma getrennt in die „Werkstatt von Franz Greno“ (23 Schriftsetzer und Buchdrucker) und den „Greno Verlag“ (20 Mitarbeiter). Nach der Trennung von der Verlagsarbeit verließ Franz Greno 1989 Nördlingen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Katalog der Deutschen Nationalbibliothek [1]
  • Fotografien von Franz Greno im Humboldt-Portal [2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Bernhard Hampp: Vom „Gebet wider den Türcken“ bis zum Bieretikett. Ausstellung der Erzeugnisse Nördlinger Druckereien aus sechs Jahrhunderten.. In: Schwäbische Zeitung, 22. März 2013.