Glotino

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Glotino
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Das Vermächtnis des Inka (nur erwähnt)

Glotino ist in Karl Mays Südamerika-Roman "Das Vermächtnis des Inka" ein argentinischer Oberst und der Schwager des Generals Mitre. Der deutsche Gelehrte Dr. Morgenstern, der Glotino sehr ähnlich sieht, wird wiederholt mit dem Oberst verwechselt.

Als sie den Doktor erscheinen sahen, flüsterte der erstere dem letzteren zu:
"Schau ihn genau an, ob er es nicht ist!"
Als der andre die Züge des deutschen Gelehrten im Lichte der Fenster des Café, an denen dieser vorüberging, deutlich erkannte, antwortete er:
"Gar keine Zweifel; er ist's, und wenn er noch so sehr geleugnet hat."
"Er hat sich nur den Bart scheren lassen und die Tracht eines Gaucho angelegt. Damit macht er doch Leute, wie wir sind, nicht irre. Ich muß wissen, wo er wohnt. Schleiche ihm nach!"
"Gehst du nicht mit?"
"Nein. Er könnte sich umdrehen und mich erkennen. Dann würde er Verdacht fassen. Ich trete in die Confiteria hier rechts, um auf deine Rückkehr zu warten."[1]

Als Dr. Morgenstern beim Bankier Salido zu Gast ist, versucht der Torero Antonio Perillo, ihn zu erschießen. Später in der Pampa hat er noch eingemale Probleme wegen der Ähnlichkeit mit Oberst Glotino.

Als die Offiziere diese zwei Männer erblickten, schienen sie sehr überrascht zu sein. Einer von ihnen, ein Kapitän, sagte zu den andern:
"Was ist das? Da kommt Coronel (Oberst) Glotino, und zwar verkleidet! Will er unerkannt bleiben, oder machen wir ihm die Honneurs?"
"Warten wir ab, ob er uns beachtet," meinte ein Oberlieutenant.[2]

Anmerkungen

  1. Karl May: Das Vermächtnis des Inka. In: Der Gute Kamerad, Verlag Wilhelm Spemann, Stuttgart 1891, 1. Kapitel, S. 17.
  2. Das Vermächtnis des Inka. 2. Kapitel, S. 100.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.