Frommhold Uhlig

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Frommhold Uhlig
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Das Geldmännle

Frommhold Uhlig, genannt Herr Frömmelt oder (neuer) Musterwirt, ist ein Wirt und Unternehmer. Er ist der reichste Mann der Umgegend und ein frömmelnder Heuchler. Uhlig ist der Schwiegersohn des alten Musterwirts und der Vater von Rosalia.

Seinen Reichtum verdankt er seiner eigenen, mit Ausbeutung und Verführung seiner Mitmenschen gepaarten Geschäftstüchtigkeit, dem ererbten Besitz des alten Musterwirts und nicht zuletzt seiner heimlichen Identität mit dem Geldfälscher "Geldmännle". Seit über zwanzig Jahren treibt er sein Unwesen.

Damals hatte er sich beim alten Musterwirt mit Druckplatten für falsche Banknoten beworben, war offiziell dessen Kompagnon geworden und hatte dessen Tochter geheiratet.

Bald darauf begann der wirtschaftliche Aufstieg des "Etablissements zum Musterwirt" auf Kosten der armen Bevölkerung. Zum Schutz seiner Geldfälscherwerkstatt rüstete Uhlig sich, ohne seine Frau und seinen Schwiegervater einzuweihen, mit einer giftige Dämpfe verbreitenden Flüssigkeit aus, die den Ort für Eindringlinge in eine Todesfalle verwandelte.

Als der Musteranton die Werkstatt entdeckte, wandte Uhlig diese Geheimwaffe an. Durch einen Zufall kostete der Anschlag jedoch nicht nur Anton, sondern auch Uhligs Frau und den alten Musterwirt das Leben. Herr Frömmelt konnte alle Tatumstände vertuschen und trat unbehelligt das Erbe an.

Sein Untergang beginnt erst, als der Neubertbauer, den Uhlig in den Ruin getrieben, zu Falschgeldgeschäften verführt und bei der Polizei denunziert hat, sich als Verhafteter vor Herrn Frömmelts Augen ersticht und ihm dasselbe Ende prophezeit.

Ein weiterer Feind erwächst Uhlig in dem Lehrer Hermann Bernstein, der in einem Buch die Missstände beschreibt und mit einer Weberausstellung Uhligs verderblichem Treiben entgegenwirken will, allen Bestechungsversuchen zum Trotz.

Der tote Neubert gewinnt inzwischen in einem Kampf Geist gegen Geist[1] mehr und mehr Gewalt über Uhlig und bewegt ihn zur Selbstaufdeckung und Wiedergutmachung aller seiner Verbrechen. Schließlich nimmt sich Frommhold Uhlig das Leben, nachdem die von der Wandlung in seinen letzten Lebenstagen erschütterten Angehörigen seiner Opfer ihm versprachen, für seine Erlösung zu beten.

Anmerkungen

  1. Karl May: Das Geldmännle. In: Karl Mays Werke, S. 69072 und 69177 (vgl. KMW-V.8-372 G, S. 546 und 631).

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.