Fritz Appunn

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Fritz Appunn

Johann Friedrich Appunn (* 1890; † 1945) war ein jugendlicher Freund von Emma Pollmer.

1909 zog Emma Pollmer innerhalb Weimars um und fand eine Wohnung in der Wildenbruchstraße 2. Im selben Haus wohnte auch der junge Violinschüler Fritz Appunn mit seinen Eltern und seiner Schwester, Johanna Schneider. Mit diesem begann sie offenbar ein Verhältnis, das von den Eltern Appunns natürlich nicht toleriert wurde.

Besonders Appunns Schwester versucht, ihren Bruder zu überzeugen. Sie lässt über ein Detektivbüro Nachforschungen anstellen und sucht Kontakt zu Emma, indem sie z.B. an spiritistischen Sitzungen teilnimmt. Nach ihren Aussagen wird Appunn stark von Emma beeinflusst.

Karl und Klara May erfahren davon. Seine Schwester informiert sie fortlaufend.

1911 gibt er eine Zeitungsanzeige auf, wonach er - auch in Emmas neuer Wohnung - Violin- und Klavierunterricht erteile. Am 14. November 1911 wurde er durch den Amtsrichter Lemmerzahl vom Großherzoglich Sächsischen Amtsgericht Weimar in der Prozessangelegenheit Rudolf Lebius vs. May und Emil Horn im Beisein Karl Mays vernommen.

Im März 1912 ziehen beide nach Berlin und leben gemeinsam in einem Hinterhaus in der Paulsbornerstraße 92. In dieser Zeit lernen sie auch Emma Johanna Lange (*1889) kennen. Seine spätere Frau versucht möglicherweise im Mai zwischen Mays Witwe Klara und Emma zu vermitteln.

Im Dezember 1914 nimmt Appunn die kranke Emma zu sich und seiner Verlobten und pflegt sie. Im August 1916 muss Emma dauerhaft in eine Anstalt eingewiesen werden.

Der Nachruf auf Emma in den "Dresdner Neuesten Nachrichten" vom 20. Dezember 1917 stammt von ihm.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.