Einsiedeln

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Einsiedeln in der Schweiz
Wappen des Ortes Einsiedeln

Einsiedeln ist eine Gemeinde und der meistbesuchte Wallfahrtsort in der Schweiz.

Allgemeines

Der Ort Einsiedeln liegt südlich des Zürichsees auf einer Hochebene (ca. 880 m ü. M.). Schon vor rund 12.000 Jahren wurde das Hochtal von nomadisierenden Jägern besucht. Zahlreiche Funde aus der Steinzeit und aus der Bronzezeit wurden in den vergangenen Jahren entdeckt. Doch bestanden damals vermutlich keine festen Siedlungen in dieser Gegend.

Bekannt ist Einsiedeln durch die barocke Klosterkirche, den bedeutendsten Barockbau der Schweiz mit der Gnadenkapelle und einer Figur der Schwarzen Madonna, die unter Katholiken großes Ansehen genießt. Der Pilgerort liegt auf dem Jakobsweg und war in der Vergangenheit ein wichtiger Sammelort für die Pilger nach Santiago de Compostela. Der Wallfahrtsort Maria Einsiedeln (im Finstern Wald) ist eng mit dem Leben des Heiligen Meinrad verbunden. Der Sage nach wurde Meinrad 861 von zwei Landstreichern erschlagen. Daraufhin sollen zwei Raben die Mörder verfolgt und vor Gericht geführt haben. Aus diesem Grund sind auf dem Einsiedler Wappen zwei Raben abgebildet.

250 Jahre lang dauerte der Streit mit den Schwyzern, der zur Schlacht von Morgarten (1315) führte. Das Kloster verlor rund die Hälfte seiner Gebiete an die Schwyzer. Verschiedene Brände verwüsteten mehrmals Kloster und Dorf. 1798 plünderten die Franzosen das Kloster und zerstörten wertvolle Einrichtungen.

Das Einsiedler Hotel zum Pfauen, ...
... in dem Karl May übernachtete

Karl May und Einsiedeln

Einsiedeln war Sitz der Verlage Benziger & Co. und Eberle & Rickenbach.

Zusammen mit seiner ersten Frau Emma May und der befreundeten Witwe Klara Plöhn hielt sich Karl May am 18. und 21. September 1901 in Einsiedeln im Hotel "Zum Pfauen" auf (Rundreise 1901). Am Freitag, dem 20. September trägt May das dreistrophige Gedicht Sei mir gegrüßt, du liebes, schönes Thal! in das Gästebuch des Hotels ein.[1]

Anmerkungen

  1. Nachdruck in: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 24/1975, S. 6. (Onlinefassung)

Literatur

Weblinks