Ein amerikanisches Doppelduell

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Handelnde Personen in
Ein amerikanisches Doppelduell

Brüder Burning (erwähnt)
Grinder
Old Shatterhand
Slack
Winnetou
Offiziere in Fort Hillock


Handlungsorte

Wyoming
Fort Niobrara (Nebraska)
Fort Hillock (Nebraska)
Baton Rouge (Louisiana)
Moberly (Missouri - nur erwähnt)

Ein amerikanisches Doppelduell. Reiseerinnerung von Dr. Karl May ist eine Marienkalendergeschichte Karl Mays.

Textgeschichte

Die Erzählung wurde erstmals 1896 im Einsiedler Marien-Kalender 1897, veröffentlicht.[1]

Im selben Jahr wurde der Text dann, von Karl May bearbeitet, unter dem Titel Ein Blizzard in den Band Auf fremden Pfaden der Gesammelten Reiseerzählungen übernommen. Ein Blizzard ist seitdem in allen Nachauflagen und Neuausgaben von Auf fremden Pfaden enthalten.

Im Rahmen der Gesammelten Werke findet sich der Text bearbeitet in Band 23 Auf fremden Pfaden wieder.

Ebenfalls enthalten ist der Text im Sammelband Karl-May-Geschichten aus dem Jahr 1943. Dabei handelt es sich um Band 7 der Lagerbücherei der Kinderlandverschickung, eine Lizenzausgabe des Karl-May-Verlags für die Erwin Skacel Verlagsbuchhandlung.[2]

1979 erschien die Wiedergabe des Erstdrucks in Christus oder Muhammed. Marienkalender-Geschichten, einem Reprint der Karl-May-Gesellschaft.

In der DDR-Schülerzeitschrift Trommel erschien 1986 eine modernisierte Fassung von Ein Blizzard.

Im Anthologieband Die schönsten Abenteuergeschichten. Weltberühmte Autoren erzählen von Seefahrern, Indianern und Entdeckern (Moewig Verlag 1997) ist der Text unter dem Titel Ein Blizzard enthalten

Unter dem Titel Die im Dunkeln sieht man nicht erschien 2010 die Geschichte im Sonderband zu den Gesammelten Werken Auf Tod oder Leben.

Inhalt

Winnetou und Old Shatterhand sind (wegen feindlicher Sioux) inkognito in Wyoming und Nebraska unterwegs. Bei einem Aufenthalt im Fort Niobrara werden sie eingeschneit und zu einem zweimonatigen Aufenthalt gezwungen. Zu ihren Leidensgenossen gehören auch zwei Brüder namens Burning, die als Goldgräber in den Black Hills erfolgreich gewesen waren und sich nun auf dem Rückweg befinden. Neben zwei Indianern vom Stamm der Caddo sind auch einige Rowdies im Fort, deren schlimmste Slack und Grinder heißen. Als das Tauwetter einsetzt, ziehen die einzelnen Gruppen nacheinander los, um die nächste Station, Fort Hillock, zu erreichen.

Winnetou und Old Shatterhand stellen fest, dass die beiden Burnings unterwegs ermordet und ausgeraubt wurden. Slack und Grinder haben diese Tat den beiden Indianern in die Schuhe geschoben, welche tatsächlich von der Besatzung des Forts Hillock gefangenen genommen werden. Auch die wahren Mörder sind noch anwesend. Old Shatterhand – immer noch als Mr. Beyer – klagt die wahren Mörder an. Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung, bei der Slack und Grinder ihre Unschuld beteuern und Gott lästern. Da es an Beweisen fehlt, erklären sich alle mit einem Gottesurteil in Form eines Doppelduells einverstanden. Die beiden Schurken, Slack und Grinder, sowie Winnetou und Old Shatterhand werden mit Messern bewaffnet gemeinsam in einen dunklen Schuppen gebracht.

Bevor das Duell richtig beginnen kann, bricht ein Blizzard los und der Schuppen stürzt teilweise ein. Slack und Grinder werden dabei so verletzt, dass der eine blind und der andere wahnsinnig wird. Genau so wie sie es in ihren gotteslästerlichen Reden beschworen hatten.

Winnetou und Old Shatterhand können ihre Reise fortsetzen.

Vier Jahre später trifft Old Shatterhand in Baton Rouge Slack und Grinder als arme Bettler. Sie haben auf Fort Hillock doch nicht ihre Strafe gefunden, doch ihre jetzige Lage ist jedenfalls schlimmer.

Illustrationen

Die Erstveröffentlichung in dem Marienkalender enthielt Illustrationen von Fritz Bergen.

Anmerkungen

  1. Plaul/Klußmeier, S. 210, Nr. 281.
  2. Hermesmeier/Schmatz, S. 359 f., Nr. LA15.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks