Eduard Fuchs

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Eduard Fuchs (* 31. Januar 1870 in Göppingen; † 26. Januar 1940 in Paris) war ein marxistischer Kulturwissenschaftler, Historiker, Schriftsteller und Kunstsammler.

Ab 1901 war er Redakteur des Vorwärts.

Eduard Fuchs und Karl May

In seinem Buch Das Geheimnis des Erfolges schreibt er 1924:

Was liest der deutsche Knabe im Alter von zehn Jahren aufwärts mit nie nachlassender Begeisterung? Indianer- und Räubergeschichten. Vornehmlich die ersteren. Was sind deren dramatische Höhepunkte? Überfälle, Quälen der Gefangenen am Marterpfahl. Der gelesenste Verfasser von Indianer-Geschichten ist bekanntlich Karl May. Jedes Karl May'sche Buch ist ein förmliches Vademecum des rohesten Sadismus. Ich erinnere nur an den dreibändigen Old Chatterhand [sic!] und die zahllose Seiten umfassenden Schilderungen der verschiedensten Westmänner über die von ihnen begangenen Greueltaten.[1]
Karl Mays Bücher werden nicht nur von Knaben gelesen, sondern vieltausendfach auch von Erwachsenen, und jedenfalls kommen auf ihn allein viel mehr erwachsene Leser als auf alle Klassiker zusammen. Man spricht nicht davon, aber man liest Karl May (ich auch, E. F.)

Sonstiges

Obwohl eine persönliche Bekanntschaft mit Karl May bisher nicht nachgewiesen ist,[2] begegnet Eduard Fuchs in dem kurzen Text Brauchtum von Hans Reimann gemeinsam mit Sascha Schneider May im Radebeuler Ratskeller. Dieselbe Begebenheit wird in dem kurzen anonymen Text "Karl Mays lederner Brief" geschildert, der 1929 im Oktoberheft der Zeitung "Tempo" erschien. Hier ist Eduard Fuchs der Gewährmann des Verfassers.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Graf: Lektüre, S. 143 f.
  2. Andreas Graf hält eine persönliche Bekanntschaft für möglich.

Literatur

Weblinks