Edirne

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Edirne
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Von Bagdad nach Stambul
In den Schluchten des Balkan
nur erwähnt in:
Durch das Land der Skipetaren
Der Schut

Edirne (Adrianopel) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im europäischen Teil der Türkei. Sie liegt ca. 220 km westlich von Istanbul nahe dem Dreiländereck Bulgarien, Griechenland und Türkei am türkisch-griechischen Grenzfluss Meriç Nehri (griech. Evros, bulgar. Marica).

Edirne liegt in der fruchtbaren thrakischen Küstenebene. Die Stadt dient vor allem als Handelsplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse, hauptsächlich Weintrauben. Haupterzeugnisse der Stadt sind Textilien und Textilrohwaren, Lederwaren und Teppiche, außerdem Rosenwasser und Rosenöl.

bei Karl May

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Adrianopel, welches die Türken Edreneh nennen, ist nach Konstantinopel die bedeutendste Stadt des osmanischen Reiches. Hier residierten die Sultane von Murad dem Ersten an bis zu Mohammed dem Zweiten, welcher im Jahre 1453 Konstantinopel eroberte und seine Residenz dorthin verlegte. Auch später war es ein Lieblingsaufenthalt vieler Sultane, von denen besonders Mohammed der Vierte gern hier verweilte.
Unter den mehr als vierzig Moscheen, welche die Stadt besitzt, ist die "Selimje", die Selim der Zweite erbaute, berühmt. Sie ist noch größer als die Aja Sophia in Konstantinopel und verdankt ihre Entstehung dem berühmten Moshia-Architekten Sinan. Wie eine Oase in der Wüste liegt sie inmitten einer kläglichen Anhäufung von Holzhäusern, deren bunt bemalte Mauern und Wände aus tiefem Schmutz und Straßenkot auftauchen. Der imposante Kuppelbau dieser Moschee wird im Innern von acht gigantischen Pfeilern getragen und äußerlich von vier wunderbar schlanken Minarehs belebt, von denen ein jedes drei Balkone für die Muezzins besitzt. Im Innern erblickt man zwei Reihen Galerien, welche aus den kostbarsten Marmorarten zusammengesetzt sind und von 250 Fenstern erleuchtet werden. Zur Zeit des Ramasans brennen hier 12000 Lichter.[1]

Anmerkungen

  1. Karl May: Von Bagdad nach Stambul. In: Karl Mays Werke, S. 43811 f. (vgl. KMW-IV.3, S. 470).

Weblinks