Dortmund

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Dortmund (latinisiert: Tremonia) ist heute eine Großstadt im Land Nordrhein-Westfalen im Westen Deutschlands.

Geschichte

In Dortmund, der schon in alter Zeit am Schnittpunkt wichtiger Handelswege entstandenen Stadt, begann ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Kohleförderung und die Stahlverarbeitung der Wandel von einem Ackerbürgerstädtchen zu einer Industriestadt. Seit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 wurde Dortmund zudem zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt im Ruhrgebiet. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistete 1899 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und damit des Hafens. Dortmunder Bier erlangte Weltruf. Dortmund pflegt offiziell sieben internationale Städtepartnerschaften, darunter eine mit Buffalo.

Karl May und Dortmund

im Leben

In Dortmund hatte der Münchmeyer-Verlag eine Zweigstelle in der Düppelstraße 6.[1] Während seiner Werberundreise im August oder September 1875 hielt sich Karl May möglicherweise auch in Dortmund auf, um bei der dortigen "Hoesch Maschinenfabrik Deutschland" (einem Hersteller von Größt-Drehmaschinen an der Bornstraße, etwa 500 m von der Düppelstraße entfernt) Reklame für seine neu gegründete Zeitschrift Schacht und Hütte zu machen.[2]

In Dortmund erschien die Tremonia, zu der Karl May über den Redakteur Johannes Dederle Kontakt hatte. In dieser Zeitung wurde 1899 Mays Text Karl May und seine Gegner veröffentlicht.

Am 6. November 1901 besuchte Karl May Dortmund, um dort inkognito einen ihn kritisierenden Vortrag von Hermann Cardauns anzuhören.[3]

im Werk

Karl Mays kleinere Reiseerzählung Der Brodnik beginnt mit einer Episode, in der sich der Ich-Erzähler in Deutschland befindet:

[...] eine Rundreise führte mich an einen berühmten Centralpunkt des westfälischen Kohlen- und Eisenwerkbetriebes, wo ich einige Tage verweilte. Zur Abreise gerüstet, fuhr ich dann in einer Droschke nach dem Bahnhofe, welcher eine ziemliche Strecke von der Stadt entfernt war.[4]

In den Foto-Inszenierungen "Karl May. Die Jagdgründe der Phantasie" identifizieren Thomas Range und Peter Krauskopf diese namentlich nicht genannte Stadt mit Dortmund.[5]

Rezeption

In der Dortmunder Westfalenhalle wurde 1982 das Aktion- und Musik-Schauspiel "Winnetou" aufgeführt.

Am Dortmunder Schauspielhaus wurde am 29. November 1997 das Theaterstück Tumult auf Villa Shatterhand uraufgeführt.

Sonstiges

Bernhard Scheer war 1931/32 Regierungsassessor am Dortmunder Polizeipräsidium.

Helga Regenstein, die die Winnetou-Briefmarke entworfen hat, ist Dortmunderin.

Das große Indianerzelt der Expo 2000 wird in Dortmund als Kletter- und Eventzentrum "Big Tipi" genutzt; z.B. am 22. November 2009 für ein Pow Wow mit Indianern aus den USA und Kanada.

Anmerkungen

  1. Bei der zunächst im Titel von Schacht und Hütte genannten Adresse Düpplerstraße 13 handelt es sich um einen Fehler. Spätere Berichtigung s. z. B. im Titelblatt von Nr. 37.
  2. Dieter Sudhoff/Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Chronik I. Sonderband zu den Gesammelten Werken. Karl-May-Verlag BambergRadebeul 2005, S. 199. ISBN 978-3-7802-0170-6.
  3. Volker Griese: Karl May – Chronik seines Lebens, S. 109.
  4. Karl May: Am Stillen Ocean. In: Karl Mays Werke (Digitale Bibliothek), S. 60125 (vgl. KMW-IV.24, S. 322 f.).
  5. Karl May. Die Jagdgründe der Phantasie. Foto-Inszenierungen von Thomas Range und Peter Krauskopf. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 106/1995, S. 20 f. (Onlinefassung).

Weblinks