Der Gichtmüller

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Handelnde Personen in
Der Gichtmüller

Hans
Horn
Bertha Horn
Frau Horn (nur erwähnt)
Klaus, der Gichtmüller
Ferdinand Klaus
Lebrecht


Handlungsorte

Erzgebirge
Obermühle
Niedermühle

Der Gichtmüller. Originalerzählung aus dem Erzgebirge von Karl May ist eine frühe erzgebirgische Dorfgeschichte Karl Mays.

Textgeschichte

Die Erzählung wurde 1879 erstmals in der Zeitschrift Weltspiegel veröffentlicht.[1] Im gleichen Jahr folgte der satzgleiche Abdruck in dem parallel erscheinenden Blatt Deutsche Boten.[2] 1880 erschien der Text ein weiteres Mal in den Deutschen Boten.[3]

Bereits 1881 erschien ein Wiederabdruck unter dem Titel Der Geldmarder. Eine Erzählung aus dem Erzgebirge von Karl Hohenthal in der Zeitschrift Für alle Welt![4] Das hier benutzte Pseudonym Karl Hohenthal hat May mehrfach verwendet.

Im Rahmen der Gesammelten Werke findet sich der Text seit 1921bearbeitet und unter dem Titel Der Geldmarder – in Band 43 Aus dunklem Tann wieder.[5]

1974 veröffentlichte die Karl-May-Gesellschaft als Privatdruck den Band Weltspiegel in der Reihe Erstdrucke Karl Mays in Faksimile-Ausgaben, in dem auch ein Reprint der Erstveröffentlichung enthalten war.

1982 veröffentlichte der Ueberreuter Verlag eine Lizenzausgabe des Bandes Aus dunklem Tann in der Reihe Karl May Taschenbücher.

In Fortsetzungen erschien Der Gichtmüller 1986 in der DDR-Zeitung Sächsische Neueste Nachrichten.

In den 1990er Jahren veröffentlichte der Weltbild Verlag in der Reihe Weltbild Sammler-Edition den Sammelband Erzgebirgische Dorfgeschichten 2, der den Text in modernisierter Form beinhaltet. Diese Edition ist eine Lizenzausgabe des Verlags Neues Leben, in dem 2001 der inhaltsgleiche Band Erzgebirgische Dorfgeschichten Band II erschien.

2003 wurde der Erstdruck im Reprint-Band Old Firehand der Karl-May-Gesellschaft wiederveröffentlicht.

Inhalt

Ferdinand, der Sohn des Obermüllers Klaus, kehrt in die Heimat zurück. Sein Vater ist durch seine Gicht inzwischen an den Rollstuhl gefesselt, trotzdem ist er keineswegs froh, dass der Sohn zurück ist und Bertha, die Tochter des durch verschiedene Schicksalsschläge verarmten Niedermüllers, heiraten und sesshaft werden will. Die beiden führen erbitterte Auseinandersetzungen. Es stellt sich heraus, dass die Gicht vorgetäuscht ist und der Obermüller nachts als "Geldmarder" – gemeinsam mit dem Knecht Lebrecht – Einbruchsdiebstähle begeht. Bei einem Einbruch geraten die beiden Komplizen in Streit. Lebrecht stößt den Obermüller von einer Leiter und wird seinerseits vom Niedermüller als einziger Schurke niedergeschossen. Da der Obermüller stirbt, ohne dass bekannt wird, dass er der Verbrecher war, kann Ferdinand das Unrecht wieder gut machen. Der Niedermüller erhält sein Geld und seine Mühle zurück und die beiden Liebenden heiraten.

Anmerkungen

  1. Plaul/Klußmeier, S. 53, Nr. 93.
  2. Plaul/Klußmeier, S. 57, Nr. 102.
  3. Plaul/Klußmeier, S. 69, Nr. 119.
  4. Plaul/Klußmeier, S. 85, Nr. 148.
  5. Hermesmeier/Schmatz, S. 231–233, Nr. GW43.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks