Curly-Bill

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Curly-Bill ist einer der Oberschurken im Karl-May-Film "Winnetou und das Halbblut Apanatschi", er wird gespielt von Ilija Džuvalekovski. Die Figur kommt bei Karl May nicht vor und wurde nur für den Film erfunden.


Filmbiografie

Curly-Bill ist der Anführer einer Gruppe von Banditen in Rocky Town. Den Spitznamen hat er aufgrund seiner lockigen Haare. Nachdem Bill erfahren hat, dass die Halbindianerin Apanatschi die Lage der Goldmine ihres ermordeten Vaters MacHaller kennt, lässt er sie und ihren kleinen Bruder Happy entführen, um sie zu zwingen, ihm den Ort zu verraten. Mit Hilfe des in sie verliebten Jeff können Apanatschi und Happy allerdings entkommen. Curly-Bill versucht ihrer ein zweites Mal habhaft zu werden, kann diesmal jedoch nur Happy erwischen. Winnetou stellt sich als Geisel zur Verfügung und führt Curly-Bill und seine Männer zur Goldader. Bill steht zu seinem Wort und lässt daraufhin Winnetou und Happy frei. Das jedoch passt Bills Stellvertreter Judge überhaupt nicht, er erschießt seinen Boss und macht sich selber zum Anführer der Bande.


Hintergrund

Die Figur des Curly-Bill ist lose angelehnt an den historischen berüchtigten Revolverhelden Curly Bill (eigentlich William Brocius, 1845-1882), der zahlreiche Gegner, teilweise grundlos, erschossen haben soll (darunter Fred White, den Marshall von Tombstone), und dem eine Vorliebe für brutale "practical jokes" nachgesagt wurde - so soll er gerne sein Gegenüber durch Pistolenschüsse zum "Tanzen" gebracht haben. Er starb schließlich bei einem Pistolenduell gegen Wyatt Earp.

Im ursprünglichen Drehbuch zum Halbblut-Film wäre die Rolle des Curly-Bill eigentlich wesentlich größer gewesen. Da aber Regisseur Harald Philipp (der den zunächst vorgesehenen Paul May nach einer Woche Drehzeit ersetzte) mit der Darstellung des Curly-Bill durch Ilija Džuvalekovski nicht zufrieden war, ließ er Bill nach etwa zwei Dritteln des Films von Judge erschießen, woraufhin dieser bis zum Showdown der Handlung als neuer Oberschurke agierte. [1]


Auf der Bühne

Auf Karl-May-Bühnen trat Curly-Bill bisher nur selten in Erscheinung:

In beiden Inszenierungen (jeweils nach einem Buch von Rochus Millauer) ist Curly Bill nicht nur Banditenführer, sondern lässt auch hunderte indianische Sklaven in seinen Bergwerken für sich schuften, die teilweise von Karl Mays Halbblut-Figur Ik Senanda für ihn gefangengenommen werden. Etliche psychopathische Züge rücken Bill außerdem mehr in die Nähe seines historischen Vorbilds Curly Bill Brocius.

In der Halbblut-Version in Staatz 1991 spielte ebenfalls eine Figur namens "Curly" eine Rolle, bekannt sind allerdings derzeit weder der Darsteller noch die Funktion der Figur im Stück.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wikipedia-Artikel über die Dreharbeiten
  2. Foto von "Halbblut" in Staatz 1991 mit "Curly" und Old Shatterhand.