Christian Friedrich Dost

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Christian Friedrich Dost (* 1828; † 1902) war Ortswachtmeister in Ernstthal.

Dost führte die Polizeiaufsicht über den am 2. Mai 1874 aus der Waldheimer Haft entlassenen Karl May.

May erinnert sich in seiner Selbstbiographie an Dost:

Noch an demselben Abend erfuhr ich, daß der Ortswachtmeister in der Kneipe damit geprahlt hatte, wie scharf er mich empfangen und beaufsichtigen werde, zwei Jahre lang; er lasse mich keinen Tag lang aus den Augen! Er kam schon am andern Vormittag und warf sich derart in die Brust, daß man es wirklich keinem in dieser Weise behandelten Menschen übelnehmen kann, wenn er dadurch rückfällig wird. Er behauptete, zwei Jahre lang mein Vorgesetzter zu sein, bei dem ich mich täglich zu melden habe. Dann zog er die betreffenden Gesetzesparagraphen aus der Tasche, um mir eine Vorlesung über meine Pflichten zu halten. Ich sagte kein Wort, sondern öffnete die Tür und gab ihm einen Wink, sich zu entfernen. Als er das nicht sofort tat, tat ich es.[1]

In Zusammenhang mit der so genannten "Stollberg-Affäre" (1878) sagt Christian Friedrich Dost zu Mays Ungunsten aus und denunziert ihn als Socialdemokraten.

Anmerkungen

  1. Karl May: Mein Leben und Streben. In: Karl Mays Werke, S. 70855 (vgl. KMW-VI.3, S. 179).

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.