Carl Deiker

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Carl Deiker (* 8. März 1879 in Düsseldorf; † 1958) war Kunstmaler, Schriftsteller und Ballonfahrer in Düsseldorf.

Leben und Werk

Von 1894 bis 1898 besuchte Carl Deiker die Kunstgewerbeschule und die Akademie in Düsseldorf. Danach unternahm er mehrere Studienreisen u. a. in den Harz und nach Oberitalien.

Zu Deikers bevorzugten Motiven gehörte die Jagdmalerei. Ausstellungen seiner Gemälde fanden 1904 in München und 1907 in Berlin statt.

Die Gedichtsammlungen Epheuranken und Irrlichte gehören zu seinen schriftstellerischen Werken.

Carl Deiker und Karl May

Der älteste bekannte Brief Carl Deikers an Karl May datiert auf den 20. Juni 1910. Darin schrieb er, er wolle sich an Wilhelm Piepers Action[1] beteiligen und vor allem unter Künstlern Stimmung für May machen.[2]

Offenbar hatte Deiker Karl May einen oder mehrere positive Artikel zur May-Frage angekündigt, denn am 9. Juli bat May ihn schriftlich, damit zu warten,

bis nächstens mein kleines, autobiographisches Werk[3] erschienen ist, in dem ich Alles bekenne und Alles erkläre.[4]

Im Düsseldorfer Hansa-Hotel traf am 13. Juli um 1/2 9 Uhr abends ein Ausschuss zusammen, der von Wilhelm Pieper, Carl Deiker und anderen gegründet worden war. Ein Ziel des Ausschusses war es zu verhindern, dass Karl May's Werke aus der Öffentlichkeit verschwinden. Gemeinsame Grüße wurden an Karl May geschickt.[5] Über weitere Aktivitäten des Ausschusses ist nichts bekannt.

Bei ihrem Aufenthalt in Düsseldorf besuchten Karl May und seine zweite Frau Klara am 27. September Deiker in seiner Wohnung im Stadtteil Grafenberg, Böcklinstraße 14.[6]

Am 1. Dezember 1910 schrieb Carl Deiker seinen letzten bekannten Brief an Karl May. Darin erwähnte er, dass er Hermann Löns für unsere Sache geworben habe. Außerdem fragte er May, was er von dem Preisausschreiben der Verlagsbuchhandlung Richard Wehse halte, an dem Deiker sich beteiligen wolle.[7]

Anmerkungen

  1. Gemeint ist wohl der weiter unten genannte Ausschuss.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 179.
  3. Gemeint ist vermutlich das Buch Mein Leben und Streben.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 206.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 209.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 324.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 370.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.