Camba

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"Camba" is a word long used in Bolivia to refer to the indigenous population in the western tropical region of the country, or to those born in the area of Santa Cruz, Beni, and Pando (the western region of Bolivia).

The Camba have been the focus of anthropological studies on ritualized alcohol consumption.[1]

"Camba" wurde lange in Bolivien als Bezeichnung für die eingeborene Bevölkerung in dem tropischen westlichen Teil des Landes gebraucht oder für jene, die im Gebiet von Santa Cruz, Beni und Pando (dem westlichen Landesteil) geboren sind.

Die Camba standen im Mittelpunkt einer anthropologischen Studie über ritualisierten Alkoholkonsum."

So lautet der vollständige Artikel in der englischen Wikipedia, für den Quetzal. Leipziger Lateinamerika-Verein (e.V.) schreibt Florian Quitzsch:

Wenn man überhaupt von einer soziokulturellen Spaltung in Bolivien sprechen kann, ist es der von beiden Seiten konstruierte und »gepflegte« Gegensatz zwischen Personen aus dem Hoch- und dem Tiefland – zwischen Collas und Cambas. Diese geografisch-kulturellen Termini werden zur Bezeichnung von Bolivianern aus dem Westen und Osten des Landes verwandt. Der Begriff Colla (abgeleitet vom Quechua-Wort Kollasuyu, ein Teil des Inkaimperiums) wird im Osten des Landes – v.a. in den Departments Santa Cruz, Beni und Pando – meist in abwertender Weise für die aus dem Hochland stammenden indigenen Migranten, in ihrer Mehrheit Quechua- oder Aymara-Sprecher, verwendet. Der Begriff Camba, der einen positiven Bedeutungswandel erfahren hat, steht für Nicht-Collas und wird vor allem von europäischstämmigen bzw. mestizischen Personen im Tiefland als Selbstidentifikation und zur Abgrenzung benutzt. Damit soll der geographische und kulturelle Unterschied zu aus dem Hochland stammenden Personen betont werden. Die Betonung liegt neben unterschiedlichen ethischen Werten auch auf dem äußeren Erscheinungsbild (Kleidung), kulturellen Bräuchen sowie Traditionen oder der Sprache. Camba hatte ursprünglich eine negative Konnotation, welche die arme bzw. indigene Landbevölkerung im Tiefland bezeichnete.[2]
Camba
Elbsandsteingebirge.jpg

Das Vermächtnis des Inka

Cambas im Werk Karl Mays

In Karl Mays Erzählung Das Vermächtnis des Inka sind die Camba noch ein Volk der indianischen Bevölkerung und bewohnen den Gran Chaco. Sie leben in Unfrieden mit den Abipones, weil diese ihnen immer wieder ihre Herden rauben wollen. Befreundet sind sie mit dem Vater Jaguar, der Ihnen wiederholt gegen die Abipones half und sie auch jetzt wieder zum Sieg führt, diesmal endgültig. Sie schenken Dr. Morgenstern an dessen Geburtstag das gut erhaltene und vollständige Skelett eines Megatheriums (Riesenfaultier), das der Vater Jaguar mit den Indianern sogar fachgerecht zusammen- und aufgebaut hat.

Die Camba stehen schon deshalb auf Seiten der Regierung, weil all ihre Feinde auf der Gegenseite stehen.

Personen der Camba

Anmerkungen

  1. Eintrag in der englischen Wikipedia.
  2. Camba und Colla.