Bolivien

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Karte von Bolivien

Bolivien (spanisch Bolivia, benannt nach Simón Bolívar, auf Quechua und Aymara Qullasuyu) ist ein Binnenstaat in Südamerika und grenzt im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay, im Osten und Norden an Brasilien.

La Paz (La Paz de Ayacucho, auf Aymara Chuqiyapu) ist der Regierungssitz Boliviens (Hauptstadt: Sucre). Mit einer Höhe von 3.200 bis 4.100 m ist die Stadt der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Der volle Name der Stadt lautete zunächst Nuestra Señora de La Paz ("Unsere Liebe Frau des Friedens") wegen eines verhinderten Aufstandes der indigenen Ureinwohner; den heutigen Namen erhielt sie 1825 zum Gedenken an die siegreiche Schlacht bei Ayacucho im Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier.

Geschichte

Staatswappen

Das Gebiet des heutigen Bolivien wurde von verschiedenen Kulturen besiedelt, die wichtigste war die Zivilisation von Tiahuanaco. Es wurde im 15. Jahrhundert Teil des Inka-Reiches. Als die Spanier im 16. Jahrhundert das Land eroberten, wurde es, reich an Silbervorkommen, Teil des Vizekönigreiches Peru und später Teil des Vizekönigreiches Río de la Plata.

Der Kampf um die Unabhängigkeit begann 1809, aber Bolivien blieb spanische Kolonie, bis es 1825 von Simón Bolívar befreit wurde. Nach einer kurzen Union mit Peru wurde Bolivien völlig unabhängig. Die Union hatte den Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg (1836–39) gegen Chile verloren. Im Salpeterkrieg (1879–83) verlor Bolivien große Teile des seit der Unabhängigkeit umstrittenen Territoriums mit Zugang zum Pazifik endgültig an Chile. Im Chacokrieg (1932–35) verlor Bolivien riesige Landesteile im Süden an Paraguay.

bei Karl May

Bolivien
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Christ ist erstanden!
In den Cordilleren
Das Vermächtnis des Inka

Im Roman Das Vermächtnis des Inka will der Vater Jaguar mit seinen Gefährten den jungen Anton Engelhardt sicher über die Anden nach Lima zu seinem Vater, dem Bankier Engelhardt, bringen. Er hilft auch dem letzten Inka-Nachfahren Haukaropora, den Schatz seiner Ahnen zu finden und einige Verbrecher unschädlich zu machen. Der Schatz wird dabei allerdings vernichtet.

Im zweiten Band der Südamerika-Romane "In den Cordilleren" verfolgt der Ich-Erzähler mit seinen Gefährten den Sendador Geronimo Sabuco, um einen Mord zu rächen und eine uralten Schatz zu finden. In den bolivianischen Anden kommt es zum Finale dieser Verfolgungsjagd. (Siehe auch El Sendador.)

In der Marienkalendergeschichte "Christ ist erstanden" trifft der Ich-Erzähler, der hier den Kriegsnamen El Rastreador trägt, bei einer Bootsfahrt mit Tobaindianern im brasilianischen Amazonas-Oberlaufgebiet auf El Perdido. Er rettet ihn und seinen verschollen geglaubten Vater in der Nähe von Cochabamba vor den Anschlägen einiger Banditen und führt die beiden wieder zusammen.

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag "Bolivien" in der großen Wikipedia.
  • Der vollständige Eintrag "La Paz" in der großen Wikipedia.