Blasewitz

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Blasewitz ist ein historischer Villenstadtteil von Dresden im gleichnamigen Ortsamtsbereich, östlich der Innenstadt, im linkselbischen Teil Dresdens gelegen. Blasewitz grenzt im Norden an Loschwitz, im Westen an Johannstadt, im Süden an Striesen und im Osten an Tolkewitz.

Der Ort entwickelte sich in der Gründerzeit zum Villenvorort Dresdens. Im Jahr 1872 wurde Blasewitz an die Pferdebahn angeschlossen und am 6. Juli 1893 die ersten elektrische Straßenbahn Sachsens eröffnet. Sie führte vom Schloßplatz über das Terrassenufer und den Sachsenplatz zum Schillerplatz in Blasewitz.

Durch den Zuzug von Fabrikanten, hohen Beamten und Offizieren zählte Blasewitz zu den Gemeinden Sachsens mit dem höchsten Steueraufkommen. Seit 1901 führte Dresden Verhandlungen über Blasewitz' Eingemeindung. Über einen längeren Zeitraum wehrte sich Blasewitz erfolgreich dagegen; sie wurde schließlich zum 1. April 1921 zwangsweise durchgeführt.

Karl May in Blasewitz

Post- und Absenderstempel aus Mays Blasewitzer Zeit

1883/84 lebte Karl May hier in der Sommerstraße 7, der heutigen Sebastian-Bach-Straße. Seit 1991 erinnert daran eine Gedenktafel.

[Münchmeyer] regte den Gedanken an, daß wir nicht in Hohenstein bleiben, sondern nach Dresden ziehen möchten, da er mich in seiner Nähe haben wolle. Meine Frau griff diesen Gedanken mit Begeisterung auf und sorgte dafür, daß er so schnell wie möglich ausgeführt wurde. Ich sträubte mich keineswegs. [...] Darum war mir diese Ortsveränderung ganz recht, doch zog ich aus Vorsicht nicht nach Dresden selbst, sondern nach Blasewitz, um mir Ellbogenfreiheit zu sichern. Münchmeyer stellte sich auch da sofort ein, und zwar wöchentlich mehrere Male. (Mein Leben und Streben, S. 203)

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