August Walther

Aus Karl-May-Wiki
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Johann August Wilhelm Walther (* 1827; † 6. Februar 1900 in Dresden) war seit 1881 im Verlag H. G. Münchmeyer angestellt und wird von Karl May als Faktotum Münchmeyers bezeichnet.

Er wohnte ebenfalls im Jagdweg 13 ("Münchmeyer-Haus") und wurde im Adressbuch als Literat geführt.[1]

Er überbrachte May am 3. April 1887 eine Vollmacht und einen Revers, nach dem May sich zur Lieferung von wöchentlich fünf Heften der aktuell laufenden Reihe Deutsche Herzen - Deutsche Helden und Der Weg zum Glück verpflichten soll; außerdem solle er sämtliche Rechte an den Romanen an den Münchmeyer-Verlag überschreiben.[2] Angeblich versicherte Walther May auch, dass die Zahl von 20.000 verkauften Exemplaren noch nicht erreicht sei.[3] May unterschrieb nicht.

Inwieweit Walther für Textänderungen in Mays Kolportageromanen verantwortlich ist, kann heute nicht mehr einwandfrei nachgewiesen wiesen.

Walther erzählte mir auch gelegentlich, daß er von Münchmeyer Vollmacht erhalten hätte, mit dem Kläger zu verhandeln, um dessen ganze Werke ins unbeschränkte Eigentum zu bekommen. Er habe auch mit dem Kläger verhandelt.[4]

Sonstiges

Ralf Harder vermutet in Walker aus dem Roman Deutsche Herzen - Deutsche Helden eine Spiegelung August Walthers und schließt daraus eine mögliche Affäre zwischen Emma May (= Miranda) und Walther.[5]

Anmerkungen

  1. Adressbuch 1894.
  2. Karl-May-Chronik I, S. 337.
  3. May: Mein Leben und Streben, S. 239.
  4. Adalbert Fischers Zeugenaussage vom 2. April 1903; in: An die deutsche Presse! (Abteilung: Rechtsanwaltliche Bestätigungen).
  5. Harder: Karl May und seine Münchmeyer-Romane. IV. Strittige Textpartien. 9. Miranda, Walker und ein Faktotum, S. 91 ff.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.