Auflage

Aus Karl-May-Wiki
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  1. Die Zahl der hergestellten Exemplare eines Buches oder einer Zeitschrift.
  2. Kennzeichnung und Nummerierung der in einem Druckgang hergestellten Bücher.


Als Auflage wird im Verlagswesen die Zahl der auf einmal produzierten Publikationen wie Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen bezeichnet.

Als Kleinauflage bezeichnet man im Bereich des Druckens kleinere Druckaufträge. Diese sind je nach dem Druckverfahren unterschiedlich, beim Siebdruck z.B. weniger als 10 Druckbögen.

Die Höhe einer Auflage bezeichnet die Zahl der produzierten Einheiten. Sie sagt nichts über die literarische Qualität aus, oder darüber welche Wirkung die Publikation zu erzielen vermag. Beispielsweise haben Kafka oder Melville zeitlebens nie von ihren Büchern leben können, dennoch ist die Qualität und Wirkungskraft ihrer Bücher unbestritten.

Die Nummer einer Auflage wird bei jeder Neuauflage fortgezählt (siehe auch Erstauflage, Neuauflage, Buchausgabe).

Die Erstauflage gibt das erste Erscheinen eines Druckwerkes bei einem Verlag an. So können Werke von Karl May auch heute noch in einer Erstauflage bei einem bestimmten Verlag erscheinen, jedoch nicht mehr als Erstausgabe.

Die Deckungsauflage bezeichnet die Zahl der Exemplare, die zur Deckung der Kosten mindestens verkauft werden müssen. Sie resultiert bei Büchern im wesentlichen aus der Höhe des in der Regel gebundenen Ladenpreises.

Die durchschnittliche Auflage eines Romans beträgt z.B. bei Suhrkamp oder Verlag C. H. Beck etwa 4.000, bei wissenschaftlichen Büchern 2.000 bis 3.000 und bei Lyrik sogar nur 1.000 bis 2.000. Bei den meisten Verlagen müssen wenige auflagenstarke Erfolgsautoren die Verluste aus den Büchern erfolgloserer Autoren kompensieren (Mischkalkulation).

Bei Zeitungen und Zeitschriften unterscheidet man noch zwischen der gedruckten Auflage und der verkauften Auflage sowie der verbreiteten Auflage. Die verbreitete Auflage umfasst neben den Verkäufen über Einzelhandel und Abonnement auch beispielsweise auf Messen kostenlos verteilte Exemplare. Nicht verkaufte Exemplare der ausgelieferten Auflage werden von den Verkaufsstellen (Kioske, Tankstellen, etc.) als Remittenden an den Pressegroßhandel zurückgeschickt. Je nach Periodizität können sie von den Grossisten neu verteilt werden (monatlich oder vierteljährlich erscheinende Zeitschriften).

Eine Besonderheit besteht beim Print on Demand, wo jedes Exemplar einzeln, also in einer Auflage der Höhe 1 hergestellt wird.