Algersdorf

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Im nordböhmischen Algersdorf wird Karl May am 4. Januar 1870 schlafend als ausweisloser Vagabund aufgegriffen. Heute heißt der Ort Valkeřice.

Lage

Algersdorf ist ein langezogenes Straßendorf und bestand aus den Ortschaften Algersdorf und Mertendorf bzw. den Schulgemeinden Ober- und Niederalgersdorf. Den Ort erreicht man ehesten über das Polzen-Tal. Die ersten damals zu (Nieder-)Algersdorf gehördenden Häuser gehören heute zu Frantiskov.

Karl Mays Aufenthalt in Algersdorf

Laut Karl-May-Chronik hat sich May in Algersdorf verborgen im Dach­boden des Hauses Nummer 95 (nach anderen Angaben: in einer Scheune).[1] Dieter Sudhoff und Hans-Dieter Steinmetz haben damit einen früheren Hinweis von Adolf Stärz aus dem Jahr 1987 aufgegriffen, wonach May – präziser – in der Scheune des Hauses Nummer 95 in Algersdorf/Böhmen fest­ge­nommen worden sei.[2]

Da die Nummerierung der Häuser gleich geblieben ist, konnte Wilhelm Brauneder das noch stehende Gebäude ausfindig machen. Nummer 95 hatte auch eine Scheune (die allerdings nach 1945 abgerissen wurde), die vermutlich einen Dachboden hatte, so dass zwischen den Angaben "Scheune" und "Dachboden" kein Widerspruch bestehen muss, wenn der "Dachboden einer Scheune" gemeint ist.

Karl May wird nach seiner Aufgreifung umgehend nach Bensen gebracht und dort vernommen. Seine Identität ist ist zu dem Zeitpunkt noch unbekannt.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz, Karl-May-Chronik I, S. 169.
  2. Allerdings ist diese Angabe von Stärz wiederum nicht belegt.

Literatur

Weblinks