Albert von Sachsen

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Albert von Sachsen (um 1899)

Albert (* 23. April 1828 in Dresden; † 19. Juni 1902 in Sibyllenort bei Oels) war von 1873 bis 1902 König von Sachsen. Er heiratete 1853 Carola von Wasa-Holstein-Gottorp (* 1833; † 1907).

Leben

Albert war der Sohn von Johann I. und dessen Frau Amalie Auguste. Er führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Deutsche Reich fort. Militärisch in allen Waffengattungen ausgebildet, führte er in dem Krieg 1866 die sächsischen Truppen an. Als Kronprinz im deutsch-französischen Krieg 1870/71 war er Befehlshaber der Maasarmee und wurde 1871 der erste sächsische Generalfeldmarschall des Deutschen Reiches.

1877 weihte er die Albertstadt bei Dresden ein, die größte damals zusammenhängenden Kasernenanlage Deutschlands.

Sachsen war unter seiner Regierung ein Musterland der konstitutionellen Monarchie.

König Albert und Karl May

Ein Gnadengesuch, das Karl May am 2. Juli 1879 ("Stollberg-Affäre") an König Albert I. von Sachsen richtete ("Ew. Majestät wolle in Gnaden geruhen, dem ganz gehorsam Unterzeichneten ein unterthänigstes Gesuch zu gestatten..."), wurde von diesem abgelehnt. May musste seine Gefängnisstrafe vom 1. bis 22. September 1879 im Arresthaus von Hohenstein absitzen.

Als Albert 1902 starb, war Karl May gerade im Theater. Mitten im 3. Akt von Friedrich Schillers Maria Stuart senkte sich der Vorhang und die Theaterbesucher erhielten die Todesnachricht. Karl May verließ tief betroffen das Schauspielhaus.[1] Daraufhin veröffentlichte May sein Huldigungsgedicht (s. u.) noch einmal als Privatdruck für die Presse.

Rudolf Lebius behauptete, Max Dittrich hätte Alberts Frau, Caroline, falsche Vorspiegelungen gemacht. In seiner Schrift An die 4. Strafkammer kennzeichnet May dies als Unwahrheit Nr. 221.

Der Löwe Sachsens

Karl May widmete Albert 1875 unter dem Titel Rückblicke eines Veteranen am Geburtstage Sr. Majestät des Königs Albert von Sachsen ein Huldigungs-Gedicht. 1902 wurde es nach dem Tode Alberts – erweitert und umgearbeitet – unter dem Titel Der Löwe Sachsens nochmals als Privatdruck für die Presse veröffentlicht und mehrfach nachgedruckt. Eine weitere Fassung stammt vermutlich aus dem Jahre 1898 (anlässlich Alberts 70. Geburtstag) und ist als Manuskript erhalten.

Anmerkungen

  1. Klara Mays Tagebuch, nach Dieter Sudhoff/Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Chronik III. Sonderband zu den Gesammelten Werken. Karl-May-Verlag BambergRadebeul 2005, S. 68. ISBN 978-3-7802-0170-6.

Literatur

Weblinks