Abraham Lincoln

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Lincoln als US-Präsident

Abraham Lincoln (* 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, Kentucky; † [ermordet] 15. April 1865 in Washington, D.C.) wurde 1860 zum 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und 1864 wiedergewählt.

Abraham Lincoln war einer der bedeutendsten Präsidenten der USA und der erste aus den Reihen der Republikanischen Partei. Nach der Sezession von elf sklavenhaltenden Südstaaten führte er die Nordstaaten durch den Bürgerkrieg, setzte die Wiederherstellung der Union durch und betrieb die Sklavenbefreiung. Unter seiner Regierung schlugen die USA den Weg zum zentral regierten, modernen Industriestaat ein und schufen so die Basis für ihren Aufstieg zur Weltmacht im 20. Jahrhundert.

Leben

Lincoln ohne Bart
Lincoln mit Bart

Der spätere Präsident wurde 1809 in einer Blockhütte in der Nähe des Präriedorfes Hodgenville in Kentucky geboren. Obwohl einige seiner Verwandten Sklavenhalter waren, lehnte Abrahams Vater, Thomas Lincoln, als frommer Baptist die Sklaverei ab.

Bis zu seinem 19. Lebensjahr half Abraham seinem Vater bei der Farmarbeit und führte das harte Leben der Pioniere an der "Frontier", der Siedlungsgrenze zur Wildnis. Im Frühjahr 1828 fuhr Lincoln als Flößer den Ohio und den Mississippi bis nach New Orleans hinunter und lernte erstmals die Welt außerhalb der Prärie kennen.

Lincolns Wohnhaus in Springfield

In den ersten Jahren seiner politischen Tätigkeit absolvierte Lincoln ein diszipliniertes Selbststudium der Rechtswissenschaft, und 1836 wurde er zur Anwaltskammer von Illinois zugelassen.

Er war der Ansicht, dass die Väter der US-Verfassung die Sklaverei grundsätzlich als Übel angesehen, sie aber aus pragmatischen Gründen weiter in jenen Staaten geduldet hätten, in denen sie zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 bereits bestand. Eine Ausdehnung der Sklaverei auf weitere Staaten und Territorien aber sei gegen den Geist der Verfassung. Noch bis in die Zeit des Bürgerkriegs hinein akzeptierte Lincoln, dass die Sklaverei dort weiterbestand, wo sie bereits existierte – aber nur dort.

Lincoln unternahm schon 1859 Vortragsreisen durch die Nordstaaten, um sich der Bevölkerung und seinen Parteifreunden vorzustellen und weiter für seinen gemäßigten Standpunkt zu werben.

Die Präsidentschaftswahl fand im Herbst statt. Er siegte in keinem einzigen Wahlbezirk des Südens, erhielt aber fast alle Wahlmännerstimmen des Nordens (180) und damit eine klare Mehrheit. Am 6. November 1860 wurde Abraham Lincoln gewählt.

Die Wahl Abraham Lincolns war nicht die Ursache, aber Anlass der Sezession. Bereits seit etwa 1850 hatten sich in den Südstaaten die Stimmen gemehrt, die für einen Austritt aus der Union eintraten. Die im Norden geübte Kritik an der Sklaverei wurde als Bedrohung der eigenen Lebensart und Kultur betrachtet und jeder Versuch, sie zu beschränken als Eingriff in das Eigentumsrecht und in die Rechte der Einzelstaaten.

Die Aussicht, Lincoln ins Weiße Haus einziehen zu sehen, gab den Extremisten im Süden den letzten entscheidenden Auftrieb. Noch bevor der neue Präsident sein Amt antreten konnte, gab South Carolina am 20. Dezember 1860 als erster Staat seinen Austritt aus der Union bekannt. Innerhalb weniger Wochen folgten alle Staaten des tiefen Südens: Georgia, Florida, Alabama, Louisiana, Mississippi und am 22. Februar 1861 Texas. In Montgomery, der Hauptstadt Alabamas, wurden am 8. Februar die Konföderierten Staaten von Amerika ausgerufen.

Lincolns Gegenspieler Jefferson Davis, Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika

Abraham Lincoln, der zwischen seiner Funktion als Captain im Indianerkrieg und der als Oberkommandierendem der US-Streitkräfte nie mehr einen soldatischen Rang bekleidet hatte, unterzog sich nun auch einem Selbststudium in Militärfragen und wurde bald zum Experten. Mit den auf dem westlichen Kriegsschauplatz siegreichen Generälen Ulysses S. Grant und William T. Sherman fand er schließlich zwei Kommandeure, die mit ihren Truppen – der eine von Norden, der andere von Süden – die Konföderierten in langen, blutigen Kämpfen niederrangen.

Die letzten konföderierten Truppen unter General Joseph E. Johnston ergaben sich am 26. April General Sherman bei Durham in North Carolina.

Den endgültigen Sieg hat Abraham Lincoln nicht mehr erlebt: Am Abend des 14. April, dem Karfreitag des Jahres 1865, wurde der Präsident beim Besuch des Ford Theaters in Washington von einem fanatischen Sympathisanten der Südstaaten, dem Schauspieler John Wilkes Booth, angeschossen. Am nächsten Tag erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. Lincoln wurde am 5. Mai 1865 auf dem Oak Ridge Cemetery in seiner Heimatstadt Springfield begraben.

bei Karl May

Werke mit
Abraham Lincoln
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Ein Self-man
Three carde monte
Old Surehand II

In Ein Self-man ist Lincoln der Begleiter von Tim Summerland, der ihn im Wald, eine Rede übend, trifft und ihm beim Holzfällen hilft. Bei dem von Indianern überfallenen Fort Gibson werden beide vom Kanada-Bill hinterrücks überfallen. Sie können diesen schwer verwunden. Später jagt Lincoln mit Tim dem Sklavenhändler Willmers die Kinder von Betty Kroners ab, die an den Kanada-Bill verkauft worden waren.

In Three carde monte/Old Surehand II ist Lincoln der Gefährte von Tim Kroner. Tim, der William Jones (alias Kanada-Bill) wegen der Entführung seiner Verlobten Mary Hammer verfolgt, trifft Lincoln als Holzfäller im Wald (gerade eine Rede übend). Lincoln schließt sich der Verfolgung an: »Er hatte eine so eigene, sichere Art und Weise ... wir mußten ihn ganz unwillkürlich als unseren Führer anerkennen«. Lincoln erweist sich als guter Westmann. Jahre später treffen sich Tim und Lincoln wieder und verhindern, dass ein Überfall auf Fort Smoky Hill gelingt, zu dem Jones Choctaws und Comanchen angestiftet hat. Wieder Jahre später ist Lincoln ›Lawyer‹ geworden und auf der Suche nach dem Verbrecher David Holmann, den er bei dem ›ÖlprinzenGuy Willmers festnehmen kann. Sein Äußeres nun: »Auf dem Kopfe trug er einen Filzhut mit unendlich breiter Krempe; der Leib stak in einem engen Lederkoller, dessen einfacher Schnitt keine Bewegung hemmte, und die Beine steckten in einem Paar Aufschlagestiefel«. Lincoln hat u.a. Handschellen an seinem Gürtel.

im Film

In dem Kino-Zweiteiler " Der Schatz der Azteken"/"Die Pyramide des Sonnengottes", der Motive und Personennamen aus Mays Waldröschen verwendet, wird "Abraham Lincoln", der in der Romanvorlage allerdings nicht vorkommt, von Jeff Corey gespielt.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks